Eine intakte Umwelt und nachhaltiger Umgang mit Ressourcen zählen zu wichtigen Voraussetzungen für Lebensqualität. Das Wohlbefinden und die Gesundheit gegenwärtiger Generationen hängen bereits von Klima-, Boden-, Luft- und Wasserqualität ihrer natürlichen Umgebung ab. Um den Lebensstandard und die Lebensbedingungen für künftige Generationen in Salzburg halten oder sogar verbessern zu können, sind hohe Umweltstandards und Nachhaltigkeit von zentraler Bedeutung. Zu den Indikatoren zählen u.a. der Energieverbrauch, die Ressourceneffizienz, Flächeninanspruchnahme sowie die Zufriedenheit mit Umweltfaktoren in Salzburg und im gesamtösterreichischen Vergleich.

Objektive Indikatoren

„2014 gab es in Österreich 20.887 biologisch wirtschaftende Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 526.000 ha (inkl. Almen). In der INVEKOS-Datenbank waren 20.750 Bio-Betriebe mit einer Fläche von 524.000 ha erfasst. Der Anteil der geförderten Bio-Betriebe an allen INVEKOS Betrieben stieg weiter auf nunmehr rd. 17,1 % an, die rund 20,0 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen bewirtschaften.“

Der letzte Grüne Bericht für Salzburg stammt aus 2010 bis 2012. Aktuelle Daten belegen jedoch die Spitzenstellung Salzburgs bei der Anzahl der biologisch wirtschaftenden Betriebe. Auch bei der biologisch bewirtschafteten Fläche liegt Salzburg in absoluten Zahlen im Spitzenfeld, in relativen Prozentpunkten mit Abstand an der Spitze. Da es in den Jahren 2010 bis 2014 nicht möglich war, in die Förderung „Biologische Wirtschaftsweise“ neu in das ÖPUL Bio-Förderprogramm einzusteigen, kam es österreichweit zu einem weitgehenden Stillstand der Neuanmeldungen. Dieser Stopp wurde 2015 aufgehoben und somit ist, basierend auf den im Herbst 2015 vorliegenden Anträgen, im Jahr 2016 mit einem Zuwachs von ca. 1.500 biologisch wirtschaftenden Betrieben österreichweit zu rechnen. BIO AUSTRIA Salzburg rechnet für Salzburg mit einem Zuwachs von ca. 100 bis 150 Betrieben. Trotz des Förderstopps kam es österreichweit 2014 zu einem leichten Zuwachs von 16,7 % auf 16,9 % an Biobetrieben. In Salzburg lautet diese Zahl 43,3 % Biobetriebe für 2014, welche ca. 50 % der landwirtschaftlich genutzten Landesfläche bewirtschafteten.

Diese Spitzenstellung des biologischen Landbaus in Salzburg hat historische Gründe und ist auf das Zusammentreffen mehrerer begünstigender Faktoren und deren Nutzung in einem „policy window“ zurückzuführen. In der ersten Hälfte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde in Österreich (Landwirtschaftsminister Fischler) und in Salzburg durch wohlgesonnene Landespolitiker eine Bioförderung eingeführt. Der Druck auf eine Qualitätsanhebung durch den bevorstehenden EU-Beitritt wirkte verstärkend. Das große Engagement und hohes Fachwissen verantwortlicher Personen in der Salzburger Interessensvertretung waren zusätzlich ein treibender Faktor. Wichtig war auch die Zusammenarbeit mit einem großen Lebensmittelkonzern, welcher kurzfristig große Mengen an Biomilch benötigte. Der Anstieg der Biobetriebe verlief besonders in den Jahren 1991 bis 1996 stürmisch und erreichte 2009 einen Höhepunkt. Salzburg ist heute als Region im Biolandbau europaweit an der Spitze, gefolgt vom Schweizer Kanton Graubünden. Salzburg ist das einzige Bundesland Österreichs, in dem flächendeckend, in allen Bezirken, der Anteil an biologisch wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betrieben größer als 30 % ist. Österreichweiter Spitzenreiter ist der Salzburger Bezirk Tennengau mit 55 %.

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Quelle: Grüner Bericht 2015, 55

Der Boden ist für die Gesellschaft als wichtiger Kohlenstoff- und Wasserspeicher, als Genreservoir, als Filter für Schadstoffe, als Lieferant sauberen Trinkwassers und als Grundlage für die Produktion von Lebens- und Futtermitteln sowie von Biomasse von entscheidender Bedeutung. Die in den letzten Jahrzehnten übermäßig hohe Nutzung und Versiegelung von Böden für Siedlungs- und Verkehrsflächen muss deshalb in den kommenden Jahren in eine nachhaltige Bodennutzung transformiert werden. Auf Ebene der EU beabsichtigt die Europäische Bodenschutzstrategie (KOM(2006) 231) diesen Schutz des Bodens. Ziel ist, die Flächeninanspruchnahme bis zum Jahr 2050 schrittweise zu reduzieren, dass bis dahin kein zusätzliches Land mehr verbraucht wird.

Der Verbrauch von Boden und die Versiegelung von Böden befinden sich in Österreich noch immer auf sehr hohem Niveau. Kurzfristige Vorteile für die Bauwirtschaft haben langfristig negative Folgen auf die Erhaltung von wichtigen Lebensräumen, Landschaften werden zerschnitten und Zersiedelung erfordert hohe Investitionen in die Infrastruktur.

„Die tägliche Flächeninanspruchnahme in Österreich beträgt im Durchschnitt der Drei-Jahres-Periode 2012 bis 2014 19,1 ha/Tag und liegt damit noch immer deutlich über dem Reduktionsziel der Nachhaltigkeitsstrategie von 2,5 ha/Tag. Der tägliche Verbrauch im Jahr 2014 für Bau- und Verkehrsflächen lag bei 7,4 ha/Tag für Betriebs-, Erholungs- und Abbauflächen bei 10,5 ha/Tag.“

Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes kommt zum Ergebnis, dass die durchschnittliche Flächeninanspruchnahme für die Jahre 2013 bis 2015 mit 16,1 ha/Tag etwas geringer als in den Vorjahren ausgefallen ist.

Laut Umweltbundesamt zählen Bodenverbrauch und Bodenversiegelung zu den großen umweltpolitischen Herausforderungen, da nahezu alle privaten und wirtschaftlichen Aktivitäten befestigte Flächen benötigen (Straßen, Infrastruktur, Gebäude). Europaweit sind Wirtschaftswachstum und Flächeninanspruchnahme eng gekoppelt. Das ist aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen ein Problem: Die Eigenversorgung mit Lebensmitteln wird immer schwerer, die hohen Kosten für die Erhaltung der Infrastruktur belasten die öffentliche Hand, vorwiegend die Gemeindebudgets. In Stichworten sind folgende negative ökologische und ökonomische Effekte durch die Versiegelung der Böden zu beobachten: Verlust biologischer Funktionen, Verlust an Produktivität, Verlust an biologischer Vielfalt, erhöhtes Hochwasserrisiko, Verlust der Staubbindung, Hitzeeffekte vor allem im urbanen Raum.

Flächeninanspruchnahme in Österreich 2015 im Bundesländervergleich

Für das Jahr 2015 werden vom Umweltbundesamt folgende Daten ausgewiesen:
Die Landesfläche Salzburgs beträgt 7.155 km², davon sind 1.433 km² Dauersiedlungsraum, das sind 20 %. Die Landesfläche Österreichs beträgt 83.882 km², davon sind 31.265 km² Dauersiedlungsraum, das sind 37,3 %. Prozentuell beträgt die Flächeninanspruchnahme bezogen auf den Dauersiedlungsraum in Salzburg 21,0 %, in Österreich 17,8 %.

Das bedeutet, dass in Salzburg für den Dauersiedlungsraum vor allem durch den hohen Anteil der Alpen, nur ein Fünftel der Landesfläche zur Verfügung stehen, im österreichischen Durchschnitt ist es mehr als ein Drittel. Von diesem Dauersiedlungsraum sind in Salzburg bereits 21,0 % Flächen für menschliche Nutzung in Anspruch genommen worden, im österreichischen Schnitt sind es 17,8 %.

Interessant ist eine Aufstellung dieser Daten für den Zeitraum 2006 bis 2015. Hier zeigt sich, dass im Zeitraum von nur neun Jahren die Flächeninanspruchnahme in Salzburg um 3,6 % von 17,4 % auf 21,0 % gestiegen ist. Der österreichische Durchschnittswert hat sich um 3,3 % von 14,5 % auf 17,8 % gesteigert. Mit Salzburg am ehesten bezüglich Landesfläche und Gebirgsanteil (Kärnten, Tirol) bzw. Prozentanteil der Dauersiedlungsfläche an der Landesfläche (Vorarlberg) vergleichbare Bundesländer zeigen jedoch noch stärkere Belastungssteigerungen. So stieg die Flächeninanspruchnahme in Kärnten von 2006 bis 2015 um 23,3 %, in Tirol um 22,0 % und in Vorarlberg sogar um 35,2 %.

Der Gesamtversiegelungsgrad ist im Jahr 2015 jedoch in Salzburg mit 43,8 % besonders hoch und liegt auch höher als in Kärnten (39,2 %), Tirol (42,6 %) und Vorarlberg (40,4 %).

Bundesland Fläche in km² Prozent DSR an Landesfläche Flächeninanspruchnahme in % des Dauersiedlungsraums Steigerung FI des DSR Gesamt-versiegelungsgrad
2006 2009 2012 2015 2006–2015 2015
Kärnten 9.537 24,2 17,3 19,0 19,7 21,4 23,3 % 39,2 %
Salzburg 7.155 20,0 17,4 19,6 20,3 21,0 20,6 % 43,8 %
Tirol 12.649 11,9 20,6 22,9 24,1 25,1 22,0 % 42,6 %
Vorarlberg 2.602 22,6 21,0 23,6 26,8 28,6 35,2 % 40,4 %
Österreich 83.882 37,3 14,5 16,3 17,1 17,8 21,6 % 41,4 %
Vom Menschen verursachte Emissionen von Treibhausgasen (vorwiegend Kohlendioxid – CO2, aber auch Methan – CH4 und andere Gase) bewirken nach Auffassung fast aller Klimaexpertinnen und -experten eine globale Klimaerwärmung. Österreich ist einerseits durch die große Bedeutung klimaschädlicher Wirtschaftssektoren (wie z. B. Tourismus) und andererseits durch die geografische Lage besonders von der Klimaerwärmung betroffen (doppelt so hoher Temperaturanstieg im Vergleich zur vorindustriellen Zeit wie im Weltdurchschnitt).

Im Klima- und Energiepakt der EU haben sich die Mitgliedsstaaten verpflichtet, die Emission von THG bis 2020 gegenüber dem Basisjahr 1990 um 20 % zu reduzieren. Für Quellen außerhalb des Emissionshandelssektors muss Österreich im Rahmen des „Effort Sharing“ die Emissionen bis 2020 um 16 % gegenüber dem Basisjahr 2005 reduzieren. Für das Zieljahr ist ein Zielwert von 48,8 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent vorgesehen. Außerdem ist im Verpflichtungszeitraum 2013 bis 2020 ein linearer Reduktionspfad einzuhalten.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat Österreich 2010 die Österreichische Energiestrategie erarbeitet und 2011 das Klimaschutzgesetz (KSG; BGBl. I Nr. 106/2011) verabschiedet, dem in einer Novelle 2013 sektorale Ziele hinzugefügt wurden, welche in Summe den für Österreich verpflichtenden Zielpfad ergeben. Um österreichweit die Sektorziele zu erreichen, wurden bisher zwei Maßnahmenprogramme beschlossen, für 2013 bis 2014 sowie für 2015 bis 2018. Von den im zweiten Programm beschlossenen Maßnahmen wird gegenüber dem Basisszenario (Emissionsniveau von 51 Mio. Tonnen „mit bestehenden Maßnahmen“ sowie der Annahme eines durchschnittlichen Wirtschaftswachstums um 1,5 %) eine Reduktion der THG-Emissionen um knapp 1,9 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent erwartet. Das bedeutet eine Zielverfehlung von ca. 0,35 Mio. Tonnen, was den Zielwert von 48,8 Mio. Tonnen betrifft, welche im Laufe der nächsten Jahre noch aufgeholt werden muss.

Dieser Zielwert für 2020 ist außerdem nur als erste Etappe im Rahmen der längerfristigen Energie- und Klimastrategie zu sehen, eine weitere Zwischenetappe ist bis 2030 (EU-weit –40 % THG-Emissionen) terminisiert sowie das Endziel bis 2050 (EU-weit –80 bis –95 % gegenüber 1990). Unter den Experten besteht Übereinstimmung darin, dass insbesondere im Verkehr zusätzliche Maßnahmen erforderlich sein werden.

Die Höhe der THG-Emissionen ist abhängig von Faktoren wie Bevölkerungsentwicklung und Wirtschaftsstruktur. In Salzburg lebten 2014 rund 536.000 EinwohnerInnen, das sind 6,3 % der österreichischen Bevölkerung. Die Wirtschaft ist dominiert von Tourismus, Handel und Transport. Der Anteil Salzburgs an den gesamtösterreichischen THG-Emissionen betrug im Jahr 2014 rund 4,9 % und blieb damit gegenüber 2000 fast gleich hoch (4,8 %). Im gleichen Zeitraum sanken die Emissionen um 3,8 %, in ganz Österreich betrug dieser Wert –5,1 %.

1990 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 Vrd. 1990–2014 in % Vrd. 2000–2014 in %
Salzburg 3.521 3.841 3.858 4.604 4.088 3.873 3.826 3.854 3.710 5,4 -3,8
Sbg-Anteil in % 4,5 4,8 4,8 5,0 4,8 4,7 4,8 4,8 4,9
Österreich 78.845 79.813 80.429 92.810 84.946 82.627 79.897 80.043 76.333 –3,2 –5,1

Mit 6,9 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent lagen die Pro-Kopf-Emissionen Salzburgs 2014 unter dem österreichweiten Schnitt von 8,9 Mio. Tonnen, was auf den starken Dienstleistungssektor und den geringeren Stellenwert energieintensiver Industrie zurückzuführen ist.

1990 1995 2000 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Energie und Industrie 1.061 1.170 953 1.183 1.184 1.159 1.220 1.133 1.057 1.009 990 929 878
Verkehr 1.009 1.161 1.363 1.803 1.702 1.715 1.612 1.561 1.617 1.563 1.554 1.627 1.589
Gebäude 734 785 812 856 819 683 737 624 647 536 516 538 477
Landwirtschaft 610 591 575 569 563 560 565 561 558 559 553 554 561
Abfallwirtschaft 86 81 97 103 104 109 113 111 108 103 108 105 102
F-Gase 22 53 58 89 84 87 90 93 101 102 104 102 103
Summe 3.522 3.841 3.858 4.603 4.456 4.313 4.337 4.083 4.088 3.872 3.825 3.855 3.710

Aufgeschlüsselt nach Sektoren hatte 2014 in Salzburg der Verkehr mit 42,8 % den weitaus größten Anteil, wobei hier Salzburgs Rolle als Transitland wegen der überdurchschnittlich großen Rolle des Kraftstoffexports zu berücksichtigen ist. Es folgen die Sektoren Energie und Industrie (23,7 %), Landwirtschaft (15,1 %), Gebäude (12,9 %), die kleinste Rolle spielen Abfallwirtschaft (2,7 %) und Fluorierte Gase (2,8 %).

thg-emmissionen-salzburg
Wichtig für die Analyse ist, dass die absoluten Zahlen der THG-Emissionen von verschiedenen Faktoren abhängig sind:
  • Von den Temperaturen, v. a. während der Wintersaison (Anzahl der Heizgradtage). Milde Winter führen zu Rückgängen der Emissionen.
  • Vom Verlauf der wirtschaftlichen Konjunktur. Rückgänge der Wirtschaftsleistung führen ebenso zu Rückgängen von Energieverbräuchen und damit der Emissionen.
  • Von der Wirksamkeit politischer Maßnahmen.
Für die politikwissenschaftliche Beurteilung, ob es strukturell gelingt, die Emission von THG zu reduzieren, ist deshalb eine witterungs- und konjunkturbereinigte THG-Bilanz von Interesse. Aufgrund dieses methodischen Ansatzes kam das Grazer Wegener Center im Jahr 2013 zu der Erkenntnis, dass die THG-Emissionen im Zeitraum ab 2004 bis 2008 relativ stabil auf einem Niveau von ca. 4,5 Mio. t CO2-Äquivalenten gelegen sind und sich in den Jahren 2009 und 2010 auf normalisierte 3,9 Mio. t verringerten. Die strukturelle Verbesserung erfolgte also später, als dies aus den Primärdaten erkennbar ist.
Das auf der Umsetzung von EU-Verpflichtungen basierende Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L, BGBl. I Nr. 77/2010) ist ein wichtiges Instrument der Luftreinhaltepolitik Österreichs. Darin sind für bestimmte Luftschadstoffe Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit festgelegt. In § 2 sind Gebiete, in denen sich Emissionsquellen befinden, die einen erheblichen Beitrag zur Immissionsgrenzwertüberschreitung geleistet haben, als „Sanierungsgebiete“ definiert. Das Land Salzburg betreibt ein umfangreiches Netz an Messstationen, die Schadstoffe Ozon, Stickstoffdioxid und Feinstaub sind aufgrund ihrer Relevanz erwähnenswert. Die Grenzwerte für Ozon wurden 2015 an mehreren Messstellen überschritten. Ein chronisches Problem ist die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid entlang viel befahrener Straßen im Ballungsraum Salzburg Nord. Trotz einiger eingeleiteter Maßnahmen (z. B. 80 km/h Beschränkung auf einem Teil der Autobahn) werden die Grenzwerte des IG-Luft nicht eingehalten. In Bezug auf Feinstaub der Größe PM10 ist der Salzburger Zentralraum als „Sanierungsgebiet“ des IG-Luft definiert.

Feinstaub ist ein Gemisch partikelförmiger Luftinhaltsstoffe, die in Größe, Form und chemischer Zusammensetzung unterschiedlich sind. Dieser Luftschadstoff steht bisher eher nicht im Fokus der Öffentlichkeit, was mit Schwierigkeiten bei der Messung zusammenhängt. Da die gesamte Emissionsmenge schwer zu quantifizieren ist, weil es viele verschiedene Primäremittenten gibt, deren Beitrag kaum mess- oder berechenbar ist, beschränken sich viele Berechnungen auf die Emissionen aus Verbrennungsprozessen und diffuse Emissionen des Straßenverkehrs. Auch die Daten der Bundesländer Luftschadstoff-Inventur enthalten ausschließlich „primäre“ Emissionen, also direkt emittierte, luftgetragene Staubpartikel mit einer Größe von < 10 µm bzw. < 2,5 µm (Mikrometer). Partikel dieser Größe sind mit freiem Auge nicht zu sehen, gelangen über den Kehlkopf bis tief in die Lungen und sind daher besonders gesundheitsschädlich.

Hauptverursacher der Feinstaubemissionen PM10 sind der Verkehr (Diesel-Kfz sowie Aufwirbelung von Straßenstaub), der Hausbrand (veraltete Einzelöfen) und die Industrie (vorwiegend Bauwirtschaft).

Im Jahr 2014 wurden in Salzburg 2.034 Tonnen Feinstaub der Kategorie PM10 emittiert. Gegenüber dem Jahr 2000 entspricht das einer Reduktion um 9,5 %, gegenüber 2013 einer Reduktion um 5,4 %.

Hauptverursacher mit 42 % war die Industrieproduktion, der Verkehr hat einen Anteil von 20 %, der Kleinverbrauch 17 % und die Landwirtschaft 15 %. Kleinere Beteiligungen weisen die Sektoren Energieversorgung (3,9 %) und Sonstige (1,5 %) auf. Absolut die stärksten Zuwächse seit 2000 sind im Sektor Industrieproduktion zu verzeichnen, hier vor allem bei stationären Verbrennungsanlagen. Steigerungen im Sektor Energieversorgung sind vor allem auf die Verbrennung von Biomasse (Holzabfällen) zurückzuführen.
Quelle: UBA: Bundesländer Luftschadstoff-Inventur 1990-2014, 171

Quelle: UBA: Bundesländer Luftschadstoff-Inventur 1990-2014, 171


Die Belastung mit Feinstaub ist jedoch in den letzten Jahren zurückgegangen. Im Jahr 2015 ist die Feinstaubbelastung so gering gewesen wie noch nie seit Einführung der Messungen. Der Grenzwert wurde im Salzburger Zentralraum nur an sechs Tagen überschritten.
Die Entwicklung und strukturelle Veränderung der Energieverbräuche wird anhand des energetischen Endverbrauchs (EEV) dokumentiert. Diese Größe umfasst die Energiemenge, welche den Verbrauchern als Nutzenergie zur Verfügung gestellt wird.

Der EEV wuchs in Österreich im Zeitraum 1995 bis 2014 um 27,1 %. Im gleichen Zeitraum wuchs das BIP um 40,5 %. Lange verlief das Wachstum beider Kennzahlen ähnlich, erst seit 2006 zeigt sich eine langsame Entkoppelung in der Wachstumsdynamik. Die deutlich sichtbaren Sprünge sind einerseits auf wirtschaftliche Faktoren (Rückgang im Krisenjahr 2009), andererseits auf klimabedingte Schwankungen und ihren Einfluss auf den Heizbedarf zurückzuführen (z. B. der Rückgang von 2013 auf 2014).

1990 1995 2000 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Veränd. 1990–2014
Salzburg 49,5 55,7 58,8 73,8 73,7 73,1 73,5 70,7 75,4 70,4 69,3 72,6 69,3 40,0 %
Österreich 766,5 844,8 941,3 1103 1099 1087 1100 1056 1116 1077 1073 1111 1063 38,7 %

Die folgende Grafik zeigt die langfristige Entwicklung des EEV seit 1988 mit fast ständig steigenden Verbrauchsmengen bis zum Jahr 2005, einer dann folgenden Stabilisierung und einer leichten Senkung ab dem Jahr 2011.
umwelt-energetischer-endverbrauch-2

Quelle: Eigene Darstellung, Daten aus Salzburger Energiebilanz 2014


Zum besseren Verständnis der strukturellen Veränderungen ist es erforderlich, die Detailzahlen der letzten zehn Jahre in mehrfacher Hinsicht zu erklären.

1990 1995 2000 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
EEV gesamt 49.548 55.692 58.760 73.758 73.657 73.133 73.534 70.689 75.377 70.433 69.334 72.572 69.327
Industrie 12.047 12.275 10.828 18.324 18.494 19.289 19.677 19.336 20.813 19.558 17.849 18.716 17.995
Verkehr 15.568 18.594 21.682 27.128 26.973 27.581 26.457 25.432 26.328 25.538 25.075 26.231 26.113
Kleinverbrauch 21.932 24.822 26.251 28.306 28.190 26.263 27.400 25.921 28.236 25.337 26.410 27.625 25.219

So spielt die wirtschaftliche Konjunktur eine Rolle, konjunkturelle Einbrüche verursachen durch einen Rückgang an Produktions- und Transportleistungen auch Rückgänge im Energieverbrauch. So war z. B. der Rückgang um fast 3.000 TJ von 2008 auf 2009 vorwiegend das Resultat der Finanz- und folgenden Wirtschaftskrise. Zusätzlich sind gewisse Schwankungen klimatisch bedingt. Milde Winter bedeuten weniger Heiz- und damit Energiebedarf, strenge Winter erhöhen die Anzahl der Heizgradtage und die Energieverbräuche. Damit ist auch der Rückgang des Energieverbrauchs von 2013 auf 2014 um 4,5 % großteils zu erklären. Die Kombination eines milden Winters (die Zahl der Heizgradtage sank um 19 %) verbunden mit einem geringen Anstieg des BIP um 0,4 % führte auch österreichweit zu einem Rückgang um 4,3 %.

Eine Normalisierung des Energieverbrauchs in Form einer Bereinigung um witterungsabhängige und konjunkturelle Einflüsse zeigt, „… dass der energetische Endverbrauch bis 2008 kontinuierlich anstieg, und ab 2009 eine bisherige Stabilisierung auf hohem Niveau, nämlich (normalisiert) knapp 74 PJ, erfolgte. Die in den Primärdaten sichtbare Stabilisierung bereits ab 2005 war, ebenso wie der deutliche Anstieg 2010, hingegen keine strukturelle, sondern eine durch vom Durchschnittswert abweichenden Temperatur- bzw. Konjunkturverlauf induzierte.“

Durch die relativ großen Unterschiede in einzelnen Jahren sind mehrjährige Durchschnittswerte aussagekräftiger. So betrug der durchschnittliche energetische Endverbrauch in den fünf Jahren von 2005 bis 2009 72.954 TJ, in den folgenden fünf Jahren 2010 bis 2014 im Durchschnitt 71.409 TJ. Das bedeutet einen Rückgang von 2,1 %. Diese leicht fallende Tendenz heißt, dass es erstmals gelungen ist, die Energieverbräuche leicht von der wirtschaftlichen Entwicklung zu entkoppeln. In den Jahren 2012 und 2014 ist der energetische Endverbrauch erstmals seit 2003 wieder unter die Marke von 70.000 TJ gefallen.

Bei einer langfristigen Analyse der wichtigsten Verbrauchssektoren wird deutlich, dass im Vergleich zum Jahr 1990 der Verkehr mit 68 % am meisten zugelegt hat, nun aber im Jahr 2014 sich auf der gleichen Höhe bewegt wie im Jahr 2003, bei ungefähr 26.000 TJ, das bedeutet knapp 38 % Anteil am gesamten energetischen Endverbrauch. Die Zuwächse seit 2003 im Verkehrsaufkommen wurden durch sparsamere Motoren ausgeglichen.

Die zweitgrößte Kategorie, der Kleinverbrauch mit knapp über 25.000 TJ (36 %), hat sich im Zeitraum 1990 bis 2014 um 15 % erhöht, ist jedoch seit bereits Mitte der 1990er Jahre auf ungefähr gleich hohem Niveau. Hier werden die Zuwächse an Wohneinheiten und die Erhöhung der Wohnfläche pro Einwohner durch Fortschritte bei der Dämmung und Einsparungen bei der Beheizung ausgeglichen. Die industrielle Produktion stellt den drittgrößten Sektor dar, mit einem Anteil von knapp 18.000 TJ im Jahr 2014, das sind 26 % Anteil am gesamten energetischen Endverbrauch. Der Anstieg seit 1990 bis 2014 beträgt rund 49 %, wobei auffällt, dass dieser besonders in den Jahren 2003 bis 2005 im Ausmaß von ca. 12.000 TJ auf 18.000 TJ erfolgte. Davor und danach blieb der Verbrauch relativ stabil.
Salzburg wie auch Österreich verfügen aufgrund ihrer topografischen Situation über zwei erneuerbare Energieressourcen, welche traditionell stark zur Energieerzeugung eingesetzt werden: Wasserkraft und Biomasse.

Laut Energiebilanz der Statistik Austria ist der Anteil der erneuerbaren Energieträger in Salzburg nach EU-Richtlinie im Zeitraum von 2005 bis 2014 von 33,3 % auf 45,6 % gestiegen. Die Entwicklung verlief durchwegs langsam ansteigend, mit Ausnahme der Jahre 2009 (über 3 %) und 2010 (knapp 3 %), in denen deutlichere Anstiege erreicht wurden. Damit liegt Salzburg sowohl beim absoluten Prozentanteil als auch bei den Zuwachsraten deutlich über dem Durchschnitt Österreichs, welches im gleichen Zeitraum den Prozentsatz von 23,9 % auf 33,0 % steigern konnte.

2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Vrd. 2004-2014
Salzburg 33,3 34,2 35,7 36,3 39,9 42,8 43,0 43,3 44,2 45,6 12,3
Österreich 23,9 25,4 27,3 28,1 30,0 30,4 30,5 31,5 32,2 33,0 9,1

Das von der Salzburger Landesregierung im Masterplan Klima und Energie 2020 im Dezember 2015 fixierte Ziel für das Jahr 2020 verlangt einen 50%-Anteil der erneuerbaren Energie am gesamten Energieverbrauch (das zweite Teilziel sieht eine Reduktion der Emission von Treibhausgasen um 30 % gegenüber dem Referenzjahr 2005 vor). Dieses Ziel soll mit den beiden Säulen „Einsparungen von Energie und Treibhausgasen“ (Anteil 54 %) und „Ausbau erneuerbarer Energie“ (Anteil 46 %) erreicht werden. Schon im ersten Jahr der Umsetzung gab es jedoch erhebliche Probleme, da zwei Säulen der Strategie des Ausbaus erneuerbarer Energie durch den Verfall der Strompreise aus wirtschaftlichen Gründen nicht im geplanten Ausmaß umgesetzt werden können. Dabei handelt es sich einerseits um die Wasserkraft mit 35 % Anteil am Gesamtvolumen, wo das Projekt in Stegenwald von der Salzburg AG vorläufig ad acta gelegt wurde. Andererseits wurde das in Bayern geplante große Geothermie-projekt der Salzburg AG aus dem gleichen Grund gestoppt. Die Geothermie sollte 15 % zur Umsetzung des Plans beitragen. Da es auch wenig Hoffnung gibt, dass es gelingen wird, in den nächsten Jahren Windkraftprojekte in Salzburg zu realisieren, ist auch der dort geplante 8%-Anteil am Ausbauvolumen unrealistisch. Auch der in Salzburg schon stark ausgebaute Bereich der Pellets (17 % Anteil) lässt sich nicht beliebig steigern. Den Medien ist zu entnehmen, dass die Landesregierung zum Ausgleich den Bereich Photovoltaik stärker als bisher forcieren möchte – Photovoltaik und Solarwärme haben derzeit im Masterplan einen Anteil von 11 % zugewiesen.
Auf EU Ebene ist im Weißbuch „Fahrplan zu einem einheitlichen europäischen Verkehrsraum – Hin zu einem wettbewerbsorientierten und ressourcenschonenden Verkehrssystem“ (KOM(2011) 144), das Ziel der Reduktion von Emissionen aus dem Verkehr verankert. Dort wird eine Reduktion verkehrsbedingter CO2-Emissionen bis 2050 um 60 % gegenüber dem Basisjahr 1990 angestrebt.

Als Anreize zur Erhöhung des Radverkehrsanteils und des Fußverkehrs gibt es von Seiten des Lebensministeriums die Masterpläne „Radfahren“ (BMLFUW 2015) und „Gehen“ (BMLFUW 2015). Schon seit 2012 gibt es von gleicher Stelle einen Umsetzungsplan mit 65 Maßnahmenbündeln zur Förderung der Elektromobilität.

In Salzburg spielt der Verkehr aufgrund mehrerer Faktoren eine besonders wichtige Rolle. Zu nennen sind hier die topografische Lage als Durchzugsland großer Verkehrsströme von Norden nach Süden, die relativ große Zersiedelung des Landes aufgrund jahrzehntelanger Versäumnisse in der Raumordnung, die durch Stadtberge und umfangreiche Pendlerströme beengten Verkehrsräume in der Stadt Salzburg und den benachbarten Gemeinden sowie die schlechte Erreichbarkeit der Gebirgsgaue mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Alle diese Faktoren führen dazu, dass der Verkehr nicht nur in der Treibhausbilanz (siehe Kap. 4.3) und bei den Luftschadstoffen (siehe Kap. 4.4) eine sehr große Rolle spielt, sondern auch beim Energieverbrauch.

Die Mobilitätserhebung 2012 ergab im Landesdurchschnitt folgende Aufteilung der Verkehrsmittelwahl: 49 % der Wege werden im motorisierten Individualverkehr (MIV) zurückgelegt, dazu kommen 9 % Beifahrer. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden 12 % der Wege erledigt, mit dem Rad 11 % und zu Fuß 17 %. Zwischen der Stadt Salzburg und den anderen Bezirken gibt es hier naturgemäß relevante Unterschiede. So ist durch ein verstärktes Radwegeprogramm in der Stadt Salzburg der Anteil der mit dem Rad erledigten Wege mit 20 % auch im Vergleich anderer Städte hoch, der Anteil des öffentlichen Verkehrs jedoch relativ niedrig.

Der Sektor Verkehr weist in Salzburg den höchsten energetischen Endverbrauch aller Sektoren auf. Im Zeitraum 1990 bis 2014 hat sich der Energieverbrauch im Verkehr um 67,7 % erhöht. Während bis 2003 hohe Wachstumsraten erzielt wurden, hat sich der Anstieg danach abgeflacht und auf hohem Niveau stabilisiert. In anderen Sektoren ist dagegen bereits gelungen, leichte Rückgänge zu erzielen, z. B. bei den Kleinabnehmern (Gebäuden).

1990 1995 2000 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
EEV gesamt 49.548 55.692 58.760 73.758 73.657 73.133 73.534 70.689 75.377 70.433 69.334 72.572 69.327
Industrie 12.047 12.275 10.828 18.324 18.494 19.289 19.677 19.336 20.813 19.558 17.849 18.716 17.995
Verkehr 15.568 18.594 21.682 27.128 26.973 27.581 26.457 25.432 26.328 25.538 25.075 26.231 26.113
Kleinabnehmer 21.932 24.822 26.251 28.306 28.190 26.263 27.400 25.921 28.236 25.337 26.410 27.625 25.219



Leider liegen zu interessanten österreichweiten Daten im Themenfeld Verkehr, wie z. B. zu den CO2-Emissionen von Pkw-Neuzulassungen oder zur Verkehrsleistung des Lkw- und Pkw Verkehrs, keine verwertbaren Salzburger Daten vor. Die große Bedeutung des Verkehrs ist jedoch schon in den Kapiteln 4.3 Treibhausgasemissionen, 4.4 Luftschadstoffe und 4.5 energetischer Endverbrauch deutlich geworden. Eine mittelfristige Erreichung der Salzburger energie- und klimapolitischen Ziele ist nur mit relevanten Fortschritten bei der Reduktion des motorisierten Individualverkehrs und bei einem Attraktivitätsgewinn des öffentlichen Verkehrs erreichbar.

Subjektive Indikatoren

Das subjektive Wohlbefinden der Bevölkerung ist eng mit den Umweltbedingungen verbunden. Der Schlüsselindikator „Subjektive Umweltbelastung in der Wohnumgebung“ umfasst die beiden Problembereiche Luftverschmutzung und Lärmbelastung, ermittelt aufgrund der Selbsteinschätzung der befragten Personen. Dies betrifft vor allem Bewohner der urbanen Räume. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist jedoch zu beachten, dass die subjektive Bewertung keine Auskünfte über allfällige objektive gesundheitsrelevante Belastungen, in diesem Fall durch Schadstoffe bzw. Lärm, gibt.

Was die Lärmbelästigung betrifft, so wird der Verkehr als häufigste Ursache genannt. Von Seiten der EU wird die Eindämmung von Straßen-, Schienen- und Fluglärm über die Vorgabe der Erstellung von strategischen Lärmkarten versucht. Die nationale Lärmkartierung Österreichs des Jahres 2012 umfasst die Ballungsräume Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck.

Aus einer aktuellen Umfrage der FH Salzburg im Rahmen des Projekts EU-SILC (EU Statistics on Income and Living) liegen Daten zu Salzburg vor, welche hier auszugsweise wiedergegeben werden.

JA - Probleme mit Luft- oder Wasserverschmutzung oder Rauch, Staub oder Gestank JA - Lärmbelästigung durch Nachbarn oder von der Straße

In %

In %

Salzburg (ZfZ 2016) 9,9 24,0
Österreich (ZfZ 2016) 17,1 24,8
Statistik Austria (WGÖ 2014) 9,8 17,5

Gegenüber 2014 ist die empfundene Belastung der natürlichen Wohnumgebung in Österreich gestiegen. Probleme mit Luft- oder Wasserverschmutzung, Rauch, Staub oder Gestank äußerten 2014 rund 10 % der österreichischen Bevölkerung, 2016 waren es 17,1 %. In Salzburg werden diese Belastungen von einer deutlich geringeren Anzahl von Menschen empfunden. Rund 10 % geben an, sich belastet zu fühlen.

Auch das Belastungsempfinden durch Lärm (Straße, Nachbarn) wird in Österreich 2016 stärker empfunden als 2014. In Salzburg liegt die empfundene Belastung 2016 so hoch wie in Österreich, nämlich bei rund 25 %. Damit fühlt sich jeder vierte Salzburger durch Lärm, verursacht von Nachbarn oder Straße, belästigt.

Wird nach soziodemografischen Merkmalen unterschieden, so fällt auf, dass sich 28,1 % der jüngeren SalzburgerInnen (bis 45 Jahre) durch Lärmbelästigung gestört fühlen, jedoch nur 19,2 % der älteren BewohnerInnen (ab 46 Jahren). In Österreich ist der Belastungsunterschied das Alter betreffend etwas weniger stark ausgeprägt (26,7 % zu 23 %).

Nach beruflicher Stellung fühlen sich Arbeiter und öffentlich Bedienstete durch Probleme mit Luft- oder Wasserverschmutzung oder Rauch, Staub oder Gestank stärker belastet. Lärm ist besonders für Arbeiter ein stärkeres Problem als für andere Berufsgruppen. In Salzburg sind das immerhin 33,7 % der Befragten, jedoch nur 18,5 % der Selbständigen, die Angestellten (23,8 %) und öffentlich Bediensteten (25,8 %) liegen dazwischen.
Im Vergleich zum Österreichdurchschnitt aller Bundesländer beurteilen die Salzburger die Umweltqualität in ihrem Bundesland deutlich besser. Während nur 3,6 % der Salzburger diese als schlecht oder eher schlecht einstufen, sind das österreichweit immerhin 9,1 %. Die Einstufung mittelmäßig vergeben nur 17,2 % der Salzburger (österreichweit 23,9 %). Sehr gut oder eher gut finden immerhin 79,2 % der Salzburger die Umweltqualität in ihrem Bundesland, österreichweit liegt dieser Wert bei 67,0 %.

umweltqualitaet-im-bundesland-1

Umweltqualität und ihr Einfluss auf die Lebensqualität


Die wahrgenommene Umweltqualität steht in einem statistisch signifikanten Zusammenhang zur bekundeten Lebensqualität. Je höher die Umweltqualität wahrgenommen wird, desto höher auch die Lebensqualität und umgekehrt.