„Innovation matters“

Innovationen bilden die Grundlage für Produktivitätsfortschritte und sind insofern der ent­scheidende Treiber wirtschaftlicher Entwicklung und Voraussetzung für eine hohe Lebens­qualität: „Innovative economies are more productive, more resilient, more adaptable to change and better able to support higher living standards“, so das Resümee der OECD in der Studie „Innovation Imperative“ (OECD 2015).

Der entscheidende Beitrag von Innovationen zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukt (BIP), und damit zu einem Anwachsen der verfügbaren Mengen an Gütern und Dienstleistungen, kann anhand der Wachstumszerlegung nachgezeichnet werden. Die im Rahmen des WIFO-Weißbuchs vorgelegte Studie zu den disaggregierten Wachstumsbeiträgen für Österreich von 1990 bis 2004 bestätigt diese Einsicht. Danach sind im genannten Zeitraum etwa zwei Drittel des österreichischen Wirtschaftswachstums auf Qualitätseffekte aus dem zunehmen­den Einsatz höherwertiger Arbeits- und Kapitalleistungen zurückzuführen, wobei neben Innovationen inländischer Unternehmen auch die Adoption neuer Technologien und nicht zuletzt Lerneffekte eine große Rolle spielen (Peneder et al. 2006). Das Diktum „innovation matters“ ergibt sich dabei nicht nur aus makroökonomischer Perspektive, auch auf der einzelbetrieblichen Ebene lassen sich positive Wirkungen von Produkt- und Prozessinnova­tionen auf den geschäftlichen Erfolg, aber auch auf das Beschäftigungswachstum innovativer Unternehmen beobachten (Lachenmaier 2007).

Wohlstand und die Produktivitätsfortschritte eines Landes oder einer Region werden wesent­lich über die Fähigkeit von Unternehmen, laufend Innovationen – neue Produkte, Prozesse und organisatorische Lösungen – hervorzubringen, definiert. Hierbei spielen über- und zwischenbetriebliche Kooperationen und Netzwerke eine zunehmend wichtige Rolle: Innova­tive Produkte beruhen in wachsendem Maße auf der Kombination neuer Technologien und spezialisierter Kompetenzen, so dass die Notwendigkeit zu einer häufig auch branchenüber­greifenden Zusammenarbeit wächst, um über die Integration eigener Kompetenzen mit dem Know-how von Partnern Komplementäreffekte zu realisieren (Hotz-Bart 2009). Derartige innovationsorientierte Netzwerke und Kooperationen bilden dabei nicht nur bei innovations­starken Großunternehmen, sondern angesichts ihrer Kompetenz- und Ressourcenengpässe gerade auch bei Klein- und Mittelunternehmen eine wichtige Voraussetzung für die Erstel­lung innovativer Produkt- und Dienstleistungsangebote (VDI 2014; Bjerke, Johansson 2015).

Als Kooperationspartner sind im Innovationsprozess nicht nur andere Unternehmen, ob als Kunde, Zulieferer oder Wettbewerber, von Bedeutung. Vielmehr kommt für den Zugang zu hochspezifischem, neuem Wissen, neuen technologischen Lösungen und spezialisierten Kompetenzen auch den Austauschbeziehungen zwischen Unternehmen, Hochschulen, Bildungseinrichtungen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und intermediären Institutionen (Kammern, Technologietransferstellen, Agenturen) eine wachsende Bedeutung zu. Das innovationsorientierte Zusammenwirken dieser Akteure prägt insoweit auch wesent­lich die Innovationsleistung eines Landes oder einer Region – ein Zusammenhang, der in den gut etablierten Ansätzen des Nationalen bzw. Regionalen Innovationssystems themati­siert wird (Lundvall 1992; Cooke 2004). Der Schlüssel für den Erfolg ist insofern, dass der Wissenstransfer in die Unternehmen so erfolgt, dass diese das Wissen in innovative Produkte und Prozesse umsetzen können (Ponds et al. 2010).

Innovationssysteme haben in der Regel eine starke räumliche Komponente. Dies gilt insbe­sondere, wenn für die Produktion, Diffusion und Anwendung neuen, ökonomisch relevanten Wissens die Kooperation verschiedener Akteure erforderlich ist. Dieser regionale Bezug ist insbesondere den Externalitäten der Wissensproduktion geschuldet: Aufgrund der externen Effekte bei der Produktion neuen Wissens, also angesichts der Gefahr des unentgeltlichen Wissensabflusses, spielen Vertrauensbeziehungen eine vielfach nicht unerhebliche Rolle. Insoweit wirken soziale und räumliche Nähe als wichtige Katalysatoren bei der Entstehung neuen Wissens. Die Zusammenarbeit innerhalb des regionalen Innovationssystems, im Sinne einer kooperativen Umsetzung innovativer Konzepte in Produkte und Dienstleistun­gen, ist daher für das Innovationsgeschehen einer Region von erheblicher Bedeutung (Botz-Hart 2009; Trippl 2011; Fritsch, Slavtchev 2011; Steiner et al. 2016).

Zur Messung der Leistungsfähigkeit von Innovationssystemen werden zahlreiche Einzelindi­katoren, unter anderem aus den Bereichen Qualifikation der Arbeitskräfte, Bildung, Wissen­schaft und Forschung, Innovationsfinanzierung und Patentanmeldungen, herangezogen. Aus den Einzelindikatoren werden beispielsweise im European Innovation Scoreboard dann auch zusammengefasste bzw. Kompositindikatoren zur Messung der Leistungsfähigkeit verschie­dener Innovationssysteme gebildet (European Commission 2016; Galindo-Rueda 2013). Hier anschließend wird im Folgenden ein für das Bundesland Salzburg erarbeiteter Indikatoren­katalog vorgestellt, der neben den betrieblichen Innovationen auch die Entwicklung der dafür notwendigen (Innovations-)Ressourcen und (Innovations-)Bedingungen abbildet. Diesem Indikatorenkatalog liegt ein wertschöpfungskettenspezifisches Innovationsmodell zugrunde, welches Innovation in einem Produktionssystem verortet und den Innovationsprozess dem­entsprechend in Input, Throughput, Output bzw., das Zusammenspiel dieser Kettenglieder beeinflussende, Rahmenbedingungen unterteilt. Soweit es die Datenlage erlaubt, wird zudem ein Vergleich mit Österreich insgesamt gezogen, so dass eine Einordnung der Situation im Bundesland Salzburg möglich wird.

Indikatoren zum Salzburger Innovationssystem

Der Hochqualifizierten-Anteil an der Erwerbsbevölkerung wird anhand der Akademiker/innenquote, also am Anteil der Personen mit Abschluss an einer Hochschule oder Akademie an allen 25- bis 64-Jährigen, gemessen. Diese Akademiker/innenquote wies sowohl im Bundesland Salzburg als auch im österreichischen Durchschnitt von 2009 bis 2014 einen deutlichen Anstieg auf. Lag sie im Bundesland Salzburg im Jahr 2009 bei 13,6 %, so stieg sie bis 2014 auf 15,7 % an. Dieser Zuwachs um 2,1 Prozentpunkte fiel dabei etwas schwächer aus als in Österreich insgesamt (+2,4 Prozentpunkte).

Im Beobachtungszeitraum 2009–14 lag die Akademiker/innenquote des Bundeslandes Salzburg mit durchschnittlich 14,7 % geringfügig, um 0,2 Prozentpunkte, unter jener in Österreich insgesamt. Dabei stieg diese Differenz von 2009 bis 2014 von 0,2 auf 0,5 Prozentpunkte an.

Betrachtet man die zeitliche Entwicklung im Detail, so ist ersichtlich, dass die Akademiker/innenquote im Jahr 2012 ihren stärksten Anstieg aufwies. Hier stieg sie im Bundesland Salzburg um einen halben Prozentpunkt, im Österreichschnitt um 0,6 Prozentpunkte. Insgesamt war jedoch, sowohl im Bundesland als auch im österreichischen Durchschnitt, eine relativ konstante Zunahme des Anteils von Akademiker/innen an der 25- bis 64-Jährigen Bevölkerung zu beobachten.

Bundesland Salzburg und Österreich: Akademiker/innenquote, 2009–2014
2009 2010 2011 2012 2013 2014 Vrd. 09/14 (in PP)
Salzburg* (in %) 13,6 14,0 14,4 14,9 15,3 15,7
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 0,4 0,4 0,5 0,4 0,4 2,1
Österreich (in %) 13,8 14,1 14,6 15,2 15,7 16,2
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 0,3 0,5 0,6 0,5 0,5 2,4

Anmerkungen:
Akademiker/innenquote: Anteil der Personen mit Abschluss an einer Hochschule oder Akademie an allen 25- bis 64-Jährigen. Zu Hochschulen und Akademien zählen Abschlüsse an öffentlichen Universitäten, Privatuniversitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen (einschließlich anerkannter privater Studiengänge privater Rechtsträger, ohne Lehrgänge zur Fortbildung) und Theologischen Lehranstalten. Inklusive Abschlüsse postgradualer Universitätslehrgänge oder Lehrgänge universitären Charakters sowie Abschlüsse einer Berufs- und lehrerbildenden Akademie, Akademie im Gesundheitswesen und Abschlüsse verschiedener Universitätslehrgänge. Stichtag jeweils 31.10.
(*) Regionale Zuordnung nach Wohnort.
PP = Prozentpunkte.
Stand: 13.10.2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Abgestimmte Erwerbsstatistik ab 2009.
Die Zahl der FuE-Beschäftigten in Unternehmen, Hochschulen und staatlichen Institutionen stieg im Bundesland Salzburg von 3.415 Personen im Jahre 2006 auf 5.357 Personen im Jahre 2013, also um 57 % und damit stärker als das entsprechende Beschäftigungswachstum in Österreich insgesamt, das sich hier auf gut 39 % belief. Der Anteil des Bundeslandes Salzburg an allen FuE-Beschäftigten in Österreich erhöhte sich damit von 4,1 % auf 4,6 %; beim wissenschaftlichen FuE-Personal stieg der entsprechende Anteil von 4,1 % auf 4,8 %.

Im Zeitraum 2006–13 stieg die FuE-Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten im Bundesland Salzburg um knapp 56 %, von 1.835 auf 2.856 Vollzeitäquivalente, und damit deutlich rascher als im österreichischen Durchschnitt (34 %). Der entsprechende Anteil des Bundeslandes Salzburg stieg folglich von 3,7 % auf 4,3 % des österreichischen Durchschnittsniveaus. Dabei nahm die Zahl der FuE-Beschäftigten im Hochschulsektor sowohl im Bundesland Salzburg als auch in Österreich insgesamt jeweils um etwa ein Drittel zu, der diesbezügliche Salzburger Anteil lag dementsprechend bei 4,7 %. Der Zuwachs der in Vollzeitäquivalenten gemessenen FuE-Beschäftigung im Unternehmenssektor im Bundesland Salzburg fiel mit 59 %, von 1.154 auf 1.839 Vollzeitäquivalenten, deutlich höher aus als in Österreich insgesamt mit 36 %. Der Anteil des Salzburger Unternehmenssektors an der in Vollzeitäquivalenten gemessenen FuE-Beschäftigung in Österreich erhöhte sich damit von 3,4 % auf 4,0 %. Ungeachtet dieses „Aufholprozesses“ bleibt im Beobachtungszeitraum ein unverkennbarer Rückstand des Salzburger Unternehmenssektors gegenüber dem österreichischen Durchschnitt bestehen.

Der oben genannte Salzburger Rückstand in der FuE-Beschäftigung wird auch anhand der jeweiligen Anteile der FuE-Beschäftigten an den Erwerbstätigen deutlich. Während dieser Anteil im Zeitraum 2006–13 im Bundesland Salzburg von 1,4 % auf 2,0 % zunahm, belief er sich im österreichischen Durchschnitt auf 2,2 % bzw. 2,9 %, er lag also deutlich über dem Salzburger Niveau.

Bundesland Salzburg und Österreich: FuE-Beschäftigte in sämtlichen Erhebungsbereichen nach Beschäftigungskategorien, 2006–2013
2006 2007 2009 2011 2013 Vrd. 06/13 (in %)
Salzburg
Insgesamt 3.415 3.573 4.214 4.890 5.357
Vrd. zur Vorperiode (in %) 4,6 17,9 16,0 9,6 56,9
Wissenschaftliches Personal 2.058 2.181 2.623 3.090 3.419  66,1
Höherqualifiziertes nichtwissenschaftliches Personal 980 984 1.245 1.474 1.524  55,5
Sonstiges Hilfspersonal 377 408 346 326 414  9,8
Österreich
Insgesamt 83.966 89.458 96.502 107.949 117.043
Vrd. zur Vorperiode (in %) 6,5 7,9 11,9 8,4 39,4
Wissenschaftliches Personal 49.597 53.590 59.341 65.609 71.448  44,1
Höherqualifiziertes nichtwissenschaftliches Personal 23.884 25.623 26.997 30.846 33.879  41,8
Sonstiges Hilfspersonal 10.485 10.245 10.164 11.494 11.716  11,7

Anmerkungen:
Die Landeskrankenanstalten wurden nicht mittels Fragebogenerhebung erfasst, sondern es erfolgte eine Schätzung der FuE-Ausgaben durch Statistik Austria unter Heranziehung der Meldungen der Ämter der Landesregierungen. Daher liegen keine Daten über Beschäftigte in FUE vor.
Stand: 28.10.2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Erhebung über Forschung und experimentelle Entwicklung, Sonderauswertung.


Bundesland Salzburg und Österreich: FuE-Beschäftigte in sämtlichen Erhebungsbereichen nach Durchführungssektoren, VZÄ, 2006–2013
2006 2007 2009 2011 2013 Vrd. 06/13 (in %)
Salzburg
Insgesamt 1.835 1.953 2.223 2.561 2.856
Vrd. zur Vorperiode (in %) 6,5 13,8 15,2 11,5 55,7
Hochschulsektor* 594 645 718 749 791 33,1
Sektor Staat** und privater gemeinnütziger Sektor*** 87 85 112 136 227 161,6
Unternehmenssektor**** 1.154 1.223 1.393 1.676 1.839 59,3
Österreich
Insgesamt 49.377 53.252 56.438 61.170 66.186
Vrd. zur Vorperiode (in %) 7,8 6,0 8,4 8,2 34,0
Hochschulsektor* 12.668 13.613 15.059 16.096 16.840 32,9
Sektor Staat** und privater gemeinnütziger Sektor*** 2.584 2.650 3.076 2.977 2.934 13,5
Unternehmenssektor**** 34.126 36.989 38.303 42.098 46.412 36,0

Anmerkungen:
Die Landeskrankenanstalten wurden nicht mittels Fragebogenerhebung erfasst, sondern es erfolgte eine Schätzung der FuE-Ausgaben durch Statistik Austria unter Heranziehung der Meldungen der Ämter der Landesregierungen. Daher liegen keine Daten über Beschäftigte in FuE vor.
(*) Universitäten einschließlich Kliniken, Universitäten der Künste, Akademie der Wissenschaften, Fachhochschulen, Privatuniversitäten, Donau-Universität Krems, Pädagogische Hochschulen und sonstige dem Hochschulsektor zurechenbare Einrichtungen.
(**) Bundesinstitutionen (unter Ausklammerung der im Hochschulsektor zusammengefassten), Landes-, Gemeinde- und Kammerinstitutionen, FuE-Einrichtungen der Sozialversicherungsträger, von der öffentlichen Hand finanzierte und/oder kontrollierte private gemeinnützige Institutionen sowie FuE-Einrichtungen der Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft; ohne Landeskrankenanstalten. Diese wurden nicht mittels Fragebogenerhebung erfasst, sondern es erfolgte eine Schätzung der FuE-Ausgaben durch Statistik Austria unter Heranziehung der Meldungen der Ämter der Landesregierungen. Daher liegen keine Daten über Beschäftigte in FuE vor.
(***) Private gemeinnützige Institutionen, deren Status ein vorwiegend privater oder privatrechtlicher, konfessioneller oder sonstiger nicht öffentlicher ist.
(****) Einschließlich Kompetenzzentren.
Stand: 28.10.2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Erhebung über Forschung und experimentelle Entwicklung, Sonderauswertung.


Bundesland Salzburg und Österreich: Anteil FuE-Beschäftigte in sämtlichen Erhebungsbereichen an den Erwerbstätigen, 2006–2013
2006 2007 2009 2011 2013 Vrd. 06/13 (in %)
Salzburg (in %)
Insgesamt 1,4 1,4 1,6 1,8 2,0
Vrd. zur Vorperiode (in %) 0,0 0,2 0,2 0,2 0,6
Wissenschaftliches Personal 0,8 0,8 1,0 1,1 1,2 0,4
Höherqualifiziertes nichtwissenschaftliches Personal 0,4 0,4 0,5 0,5 0,6 0,2
Sonstiges Hilfspersonal 0,1 0,2 0,1 0,1 0,2 0,1
Österreich (in %)
Insgesamt 2,2 2,3 2,4 2,7 2,9
Vrd. zur Vorperiode (in %) 0,1 0,1 0,3 0,2 0,7
Wissenschaftliches Personal 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 0,4
Höherqualifiziertes nichtwissenschaftliches Personal 0,6 0,7 0,7 0,8 0,8 0,2
Sonstiges Hilfspersonal 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,0

Anmerkungen:
Die Landeskrankenanstalten wurden nicht mittels Fragebogenerhebung erfasst, sondern es erfolgte eine Schätzung der FuE-Ausgaben durch Statistik Austria unter Heranziehung der Meldungen der Ämter der Landesregierungen. Daher liegen keine Daten über Beschäftigte in FuE vor.
Erwerbstätige nach Mikrozensus und ILO-Konzept. Bei den Zahlen des Mikrozensus handelt es sich um hochgerechnete Zahlen aus einer 0,6%-Quartalsstichprobe (Jahresdurchschnitt). Nach dem ILO-Konzept gelten Personen dann als erwerbstätig, wenn sie in der Referenzwoche mindestens eine Stunde als Unselbständige, Selbständige oder mithelfende Familienangehörige gearbeitet haben. Haben sie nur aufgrund von Urlaub, Krankheit etc. nicht gearbeitet, gehen aber ansonsten einer Arbeit nach, gelten sie ebenfalls als erwerbstätig. Personen in Elternkarenz mit aufrechtem Dienstverhältnis, deren Karenzierung nicht länger als 22 Monate dauert, sowie Lehrlinge zählen ebenfalls zu den Erwerbstätigen, nicht hingegen Präsenz- und Zivildiener.
PP = Prozentpunkte.
Stand: 28.10.2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Erhebung über Forschung und experimentelle Entwicklung, Sonderauswertung; Statistik Austria – Mikrozensus.
Im Durchschnitt der Jahre 2008–14 sind im Bundesland Salzburg gut 39.100 Personen in wissensintensiven Wirtschaftszweigen beschäftigt, dies entspricht einem Anteil von 5,6 % aller in Österreich in diesem Wirtschaftszweig beschäftigten Personen. Im Bereich wissensintensiver Dienstleistungen sind 2008–14 durchschnittlich 35.360, in der Hochtechnologie 3.100 und in der Spitzentechnologie 680 Personen beschäftigt; dies entspricht einem Anteil von 6,6 %, 2,4 % bzw. 2,1 % der jeweiligen Beschäftigung in Gesamtösterreich.

Waren im Jahre 2008 in der Salzburger Wissenswirtschaft 37.613 Personen beschäftigt, so ist diese Zahl dann bis 2014 auf 42.075 angestiegen. Das Gros davon, 33.228 (88,3 %) im Jahre 2008 bzw. 38.425 (91,3 %) im Jahre 2014, entfällt auf den Bereich der wissensintensiven Dienstleistungen.

Im gleichen Beobachtungszeitraum betrug der Beschäftigungsanteil wissensintensiver Wirtschaftszweige im Bundesland Salzburg durchschnittlich 16,8 %, er lag damit deutlich unter dem österreichischen Niveau von 25,2 %. Dabei ist der Salzburger Rückstand bei der Beschäftigung in allen Teilbereichen, der Spitzentechnologie, der Hochtechnologie und auch bei den wissensintensiven Dienstleistungen, unverkennbar.

Allerdings lässt sich im Beobachtungszeitraum ein leichter Aufholprozess identifizieren, da die Anteilszuwächse in der Salzburger Wissenswirtschaft mit 1,2 Prozentpunkten zwar relativ gering waren, gleichwohl aber doch etwas stärker ausfielen als in Österreich insgesamt (+0,8 Prozentpunkte). Dabei ist diese Ausweitung der Beschäftigungsanteile in der Wissenswirtschaft sowohl im Bundesland Salzburg als auch im Bundesdurchschnitt ausschließlich auf die Zuwächse der Beschäftigungsanteile bei den wissensintensiven Dienstleistungen zurückzuführen. Lag dieser Anteil im Bundesland Salzburg im Jahr 2008 bei 14,4 %, so stieg er bis 2014 auf 16,0 % – ein Anstieg von 1,6 Prozentpunkten, der somit leicht über jenem des österreichischen Durchschnitts lag.

Der Anteil der im Bereich der Spitzentechnologie im Bundesland Salzburg Beschäftigten blieb hingegen von 2008 bis 2014 unverändert auf dem relativ niedrigen Niveau von rund 0,3 %, während der Anteil der im Bereich der Hochtechnologie Beschäftigten um 0,4 Prozentpunkte abnahm. Dieses Muster – ein unveränderter Anteil in der Spitzentechnologie und ein leichter Rückgang des Beschäftigungsanteils in der Hochtechnologie – zeigt sich im Betrachtungszeitraum auch für Österreich insgesamt.

Bundesland Salzburg und Österreich: Beschäftigte in wissensintensiven Wirtschaftszweigen, 2008–2014
2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Salzburg
Wissenswirtschaft* 37.613 36.164 37.125 38.702 40.282 42.044  42.075
Spitzentechnologie  800 536 496 661 708 758 800
Hochtechnologie 3.585 2.945 3.033 3.147 3.133 3.038 2.850
Wissensintensive Dienstleistungen 33.228 32.683 33.596 34.894 36.441 38.248 38.425
Österreich
Wissenswirtschaft* 682.985 658.681 660.441 688.917 709.284 728.614  735.905
Spitzentechnologie  32.437 32.122 29.763 30.557 33.011 34.438 34.496
Hochtechnologie 138.033 126.667 123.393 126.967 128.108 128.937 129.112
Wissensintensive Dienstleistungen 512.515 499.892 507.285 531.393 548.165 565.239 572.297

Anmerkungen:
Kategorisierung der wissensintensiven Wirtschaftszweige nach Gehrke et al. 2010. Datenbasis bildet die Leistungs- und Strukturerhebung der Statistik Austria, die den Erhebungsbereich der ÖNACE Abschnitte B bis N sowie Abteilung S95 umfasst. Aufgrund der gesetzlichen Geheimhaltungsbestimmungen werden in der Leistungs- und Strukturerhebung alle Daten, die weniger als drei Unternehmen betreffen, unterdrückt. Insbesondere auf Landesebene und Vierstellerebene gelangt man somit schnell an die Grenzen der Datenverfügbarkeit. Da zur Kategorisierung der Wissenswirtschaft auch jene Branchen herangezogen wurden, deren Beschäftigungsdaten dieser Unterdrückung unterlagen, kommt es hierbei zu einer gewissen Verzerrung.
(*) Summe aus Spitzen-, Hochtechnologie und wissensintensiven Dienstleistungen.
Stand: November 2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Leistungs- und Strukturerhebung.


Bundesland Salzburg und Österreich: Beschäftigungsentwicklung in der Wissenswirtschaft, 2008–2014
Beschäftigungsentwicklung in der Wissenswirtschaft, 2008–2014

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Leistungs- und Strukturerhebung.



Bundesland Salzburg und Österreich: Beschäftigungsanteile wissensintensiver Wirtschaftszweige, 2008–2014
2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Vrd. 08/14 (in PP)
Salzburg (in %)
Wissenswirtschaft* 16,3 16,0 16,4 16,6 17,0 17,5 17,5
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) -0,3 0,4 0,2 0,4 0,5 758 1,2
Spitzentechnologie 0,3 0,2 0,2 0,3 0,3 0,3 0,3 0,0
Hochtechnologie 1,6 1,3 1,3 1,4 1,3 1,3 1,2 -0,4
Wissensintensive Dienstleistungen 14,4 14,5 14,8 15,0 15,4 15,9 16,0 1,6
Österreich (in %)
Wissenswirtschaft* 25,1 24,7 24,6 25,1 25,4 25,7 25,9
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) -0,4 -0,1 0,5 0,3 0,3 0,2 0,8
Spitzentechnologie 1,2 1,2 1,1 1,1 1,2 1,2 1,2 0,0
Hochtechnologie 5,1 4,8 4,6 4,6 4,6 4,6 4,5 -0,6
Wissensintensive Dienstleistungen 18,8 18,8 18,9 19,4 19,6 20,0 20,1 1,3

Anmerkungen:
Kategorisierung der Wirtschaftszweige nach Gehrke et al. (2010). Datenbasis bildet die Leistungs- und Strukturerhebung der Statistik Austria, die den Erhebungsbereich der ÖNACE Abschnitte B bis N sowie Abteilung S95 umfasst. Aufgrund der gesetzlichen Geheimhaltungsbestimmungen werden in der Leistungs- und Strukturerhebung alle Daten, die weniger als drei Unternehmen betreffen, unterdrückt. Insbesondere auf Landesebene und Vierstellerebene gelangt man somit schnell an die Grenzen der Datenverfügbarkeit. Da zur Kategorisierung der Wissenswirtschaft auch jene Branchen herangezogen wurden, deren Beschäftigungsdaten dieser Unterdrückung unterlagen, kommt es hierbei zu einer gewissen Verzerrung.
(*) Summe aus Spitzen-, Hochtechnologie und wissensintensiven Dienstleistungen. PP = Prozentpunkte.
Stand: November 2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Leistungs- und Strukturerhebung.
An drei der Salzburger Hochschulen war im Jahre 2005 wissenschaftliches Personal (einschließlich künstlerisches Personal) in Höhe von 1.094 Vollzeitäquivalenten beschäftigt. Diese Zahl stieg bis in das Jahr 2015 um jahresdurchschnittlich 3,0 % auf 1.464 Vollzeitäquivalente. Während die Stärke des wissenschaftlichen Personals im Mozarteum während des Betrachtungszeitraums kaum, um lediglich 0,3 % p. a., zunahm, verzeichnete die Universität Salzburg einen Zuwachs von 3,4 % p. a. und die Fachhochschule Salzburg in Höhe von 7,5 % p. a. Den mit Abstand größten Anteil an der gesamten Beschäftigung von Wissenschaftler/innen im Salzburger Hochschulsektor hat die Universität mit 68,3 % im Jahre 2005 und 71,2 % im Jahre 2015. Gleichzeitig ging der entsprechende Anteil des Mozarteums von 26,0 % auf 20,1 % zurück, während jener der Fachhochschule Salzburg von 5,7 % auf 8,7 % zunahm.

An den beiden öffentlichen Universitäten des Bundeslandes Salzburg, der Paris-Lodron-Universität Salzburg und dem Mozarteum, belief sich die Stärke des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals im Durchschnitt der Studienjahre 2005/06 bis 2015/16 auf 1.200 Vollzeitäquivalente, das entspricht einem Anteil in der Höhe von 5,7 % des in Österreich insgesamt an öffentlichen Universitäten beschäftigten wissenschaftlichen und künstlerischen Personals (gemessen in Vollzeitäquivalenten). Dabei ist diese Beschäftigung in Salzburg um 2,6 % p. a. von 1.032 auf 1.337 Vollzeitäquivalenten angestiegen. Dieser Anstieg lag damit oberhalb der Zuwächse in Höhe von 1,4 % p. a. an allen öffentlichen österreichischen Universitäten.

Hinsichtlich der Entwicklung der Personalstruktur an den drei Salzburger Hochschulen fällt im Beobachtungszeitraum 2005–15 auf, dass die Zuwachsrate der Personalstärke im Bereich des Allgemeinen bzw. Verwaltungspersonals mit 3,1 % p. a. geringfügig über dem Zuwachs des wissenschaftlichen Personals (3,0 % p. a.) lag. Dementsprechend blieb auch der Anteil des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals am gesamten Personalbestand der beiden öffentlichen Salzburger Hochschulen mit etwa 62 % bis 63 % relativ konstant. Eine Entbürokratisierung, soweit sie an dieser Relation gemessen wird, ist insoweit im Salzburger Hochschulsektor nicht zu beobachten. Gleichwohl hat das Bundesland Salzburg in dieser Hinsicht keine Sonderstellung inne. Vielmehr ist an den öffentlichen Universitäten in Österreich insgesamt sogar ein Rückgang des Anteils des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals an der Gesamtbeschäftigung zu beobachten: Betrug dieser Anteil im Wintersemester 2005/06 noch 64,7 % und im Wintersemester 2009/10 noch 66,6 %, so ist er seitdem recht kontinuierlich auf 61,9 % im Wintersemester 2015/16 zurückgegangen.

Bundesland Salzburg: Wissenschaftliches und künstlerisches Personal an Salzburger Hochschulen in VZÄ, 2005–2015
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Vrd. p. a.
Salzburg gesamt 1.093,5 1.180,6 1.235,1 1.283,9 1.290,4 1.303,1 1.310,3 1.332,2 1.363,0 1.398,3 1.464,2  3,0
Index: 2005 = 100  100 108 113 117 118 -119 120 122 125 128 -134
Universität* 746,8 831,8 867,9 908,8 909,2 919,0 929,4 944,4 960,3 986,1 1.042,5 3,4
Universität* Index: 2005 = 100 100,0 111 116 122 122 123 124 126 129 132 140
Mozarteum* 284,9 283,7 292,8 291,8 290,6 281,1 278,1 286,0 281,6 289,1 294,4 0,3
Mozarteum* Index: 2005 = 100 100 100 103 102 102 99 98 100 99 102 103
Fachhoch-schule** 61,8 65,1 74,4 83,3 90,6 103,0 102,8 101,8 121,1 123,1 127,3 7,5
Fachhoch-schule** Index: 2005 = 100 100 105 120 135 147 167 166 165 196 199 206

Anmerkungen:
Die hier angeführten Salzburger Hochschulen sind die Paris-Lodron-Universität Salzburg, die Universität Mozarteum Salzburg und die Fachhochschule Salzburg (FHS).
(*) Erhebung PLUS und Mozarteum: Wintersemester, Stichtag 31.12. d. J.).
(**) Erhebung FHS: 31.08. d. J., zusätzlich werden im jeweiligen Studienjahr (01.09.–31.08.) externe Lehrbeauftragte (LBA) beschäftigt. Diese stehen jeweils nur in einem kurzen Dienstverhältnis zur FHS und unterrichten max. sechs Semesterwochenstunden.
Nicht inkludiert sind Karenzierte und geringfügig Beschäftigte etc.

Quelle: Datenmeldung der Universitäten auf Basis BidokVUni; Datenprüfung: bm.wf, Abt. I/1; Datenaufbereitung: Datenaufbereitung: bm.wf, Abt. I/9 und FHS. Abgerufen am 20.05.2016 bzw. 10.11.2016.


Österreich und Bundesland Salzburg: Wissenschaftliches und künstlerisches Personal an öffentlichen Universitäten in VZÄ, 2005–2015
2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 2015/16 Vrd. % p. a.
Salzburg*
Gesamt 1.031,8 1.115,6 1.160,7 1.200,6 1.199,7 1.200,1 1.207,5 1.230,4 1.241,8 1.275,2 1.336,9
Vrd. zum Vorjahr (in %) 8,1 4,0 3,4 -0,1 0,0 0,6 1,9 0,9 2,7 4,8  2,6
Anteil am gesamten Personal (in %) 63,3 62,8 64,1 63,4 62,5 62,5 62,1 62,1 61,8 62,1 63,2
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) -0,5 1,3 -0,7 -0,9 0,0 -0,4 0,0 -0,3 0,3 1,1
Österreich
Gesamt 19.255,0 19.504,8 20.621,7 21.647,2 22.455,8 21.142,3 21.354,6 21.045,5 21.397,0 21.605,4 22.063,9
Vrd. zum Vorjahr (in %) 1,3 5,7 5,0 3,7 -5,8 1,0 -1,4 1,7 1,0 2,1 1,4
Anteil am gesamten Personal (in %) 64,7 64,4 65,1 66,2 66,6 62,3 62,3 61,8 61,9 61,6 61,9
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) -0,3 0,7 1,1 0,4 -4,3 0,0 -0,5 0,1 -0,3 0,3

Anmerkungen:
Wissenschaftliches und künstlerisches Personal umfasst alle Verwendungskategorien gemäß Z 2.6 der Anlage 1 BidokVUni. Mit dem Beschäftigungsausmaß gewichtete Personeneinheiten. In Folge der Novellierung des Universitätsgesetzes 2002 vom 13.01.2015 zählen die Ärztinnen und Ärzte in Facharztausbildung zum wissenschaftlichen und künstlerischen Universitätspersonal.
Stichtag 31.12. (Wintersemester).
(*) Paris-Lodron-Universität Salzburg und Universität Mozarteum Salzburg.
Stand: 21.11.2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: unidata.


Bundesland Salzburg: Entwicklung der VZÄ des wissenschaftlichen und künstlerischen und allgemeinen Personals an Salzburger Hochschulen, 2005–2015
Entwicklung der VZÄ des wissenschaftlichen und künstlerischen und allgemeinen Personals an Salzburger Hochschulen, 2005–2015

Eigene Darstellung nach: Datenmeldung der Universitäten auf Basis BidokVUni; Datenprüfung: bm.wf, Abt. I/1; Datenaufbereitung: Datenaufbereitung: bm.wf, Abt. I/9 und FHS. Abgerufen am 20.05.2016 bzw. 10.11.2016.


Anmerkung:
Salzburger Hochschulen: Paris-Lodron-Universität Salzburg, Universität Mozarteum Salzburg und Fachhochschule Salzburg (FHS).
An den Salzburger Hochschulen nahm die Anzahl der ordentlich Studierenden zwischen den Wintersemestern 2005/06 und 2015/16 jahresdurchschnittlich um 3,7 %, von knapp 14.000 auf fast 20.160, zu. Während die Anzahl der Studierenden an den öffentlichen Universitäten in diesem Zeitraum mit 3,0 % p. a. leicht unterdurchschnittlich zunahm, verzeichneten die Fachhochschule einen Zuwachs von 5,0 % p. a. und die Privatuniversitäten, allerdings von einem niedrigen Ausgangsniveau, von 24,3 % p. a. Dementsprechend verschoben sich die Anteile der einzelnen Hochschulen: Studierten 2005/06 noch 87 % der ordentlichen Studierenden in Salzburg an öffentlichen Universitäten, so ging dieser Anteil bis 2015/16 auf 80,6 % (16.250 Studierende) zurück. Der Anteil der ordentlichen Studierenden an der Fachhochschule stieg gleichzeitig von 12,2 % auf 13,7 % (2.770 Studierende), jener der Privatuniversitäten von 0,9 % auf 5,6 % (1.140 Studierende) an.

Im Vergleich zum österreichischen Hochschulsektor zeigt sich, dass die Anzahl der Studierenden an den österreichischen öffentlichen Universitäten im Zeitraum 2005/06 bis 2015/16 mit 3,3 % p. a. etwas stärker zunahm als in Salzburg, der Anteil der an öffentlichen Universitäten Studierenden an allen Studierenden in Österreich lag dementsprechend im Wintersemester 2015/16 mit 82,8 % etwas über dem Salzburger Niveau. Zudem nahm die Anzahl der Studierenden im österreichischen Fachhochschulsektor mit 6,4 % p. a. stärker zu als an der Fachhochschule Salzburg, die Anzahl der Studierenden an den österreichischen Privatuniversitäten stieg hingegen mit 11,0 % p. a. deutlich langsamer als an den Salzburger Privatuniversitäten.

Im Wintersemester 2005/06 studierten daher noch 6,0 % aller Studierenden an öffentlichen Universitäten Österreichs im Bundesland Salzburg, im Wintersemester 2015/16 ging dieser Anteil auf 5,8 % leicht zurück. Im gleichen Zeitraum ging der Anteil der Studierenden an der Fachhochschule Salzburg an allen Studierenden des österreichischen Fachhochschulsektors ebenfalls zurück, von 6,6 % auf 5,8 %. Gegenläufig zu diesen Trends nahm der Anteil der Studierenden an Salzburgs Privatuniversitäten an allen an Privatuniversitäten in Österreich Studierenden deutlich, von 3,6 % auf 11,1 %, zu.

Die Studierendenquote, also der Anteil von Studierenden an der Wohnbevölkerung im Alter von 18 bis 25 Jahren, nahm zwischen 2005/06 und 2015/16 im Bundesland Salzburg von 25,8 % auf 38,0 % zu. Dieser Trend spiegelt, wenn auch auf etwas niedrigerem Niveau, die österreichweit zu beobachtende Entwicklung, dass ein steigender Teil der jüngeren Erwerbsbevölkerung ein Studium aufnimmt.

Österreich und Bundesland Salzburg: Studierende und Studierendenquote, 2005/06–2015/16
2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 2015/16 % p. a.
Salzburg
Gesamt 13.964 15.147 15.439 16.342 18.629 19.355 19.426 19.729 19.236 19.859 20.157 3,7
Index: 2005/06 = 100 100 108 111 117 133 139 139 141 138 142 -18,5
Studierendenquote (in %) 25,8 28,0 28,8 30,7 30,7 36,8 37,0 37,7 36,7 37,8 38,0
Öffentl. Univers. 12.134 12.979 13.148 13.916 16.027 16.486 16.338 16.425 15.803 16.048 16.254 3,0
Studierendenquote öffentl. Univers. (in %) 22,4 24,0 24,5 26,2 30,4 31,3 31,1 31,4 30,1 30,5 30,6
Fachhochschule 1.701 1.876 2.068 2.184 2.267 2.222 2.385 2.429 2.525 2.672 2.766 5,0
Studierendenquote Fachhochschule (in %) 3,1 3,5 3,9 4,1 4,3 4,2 4,5 4,6 4,8 5,1 5,2
Privatuniversitäten 129 292 223 242 335 647 703 875 908 1.139 1.137 24,3
Studierendenquote Privatuniv. (in %) 0,2 0,5 0,4 0,5 0,6 1,2 1,3 1,7 1,7 2,2 2,1
Österreich
Gesamt 232.788 241.714 252.888 262.191 297.475 308.895 318.397 324.205 324.959 332.455 338.698 3,8
Index: 2005/06 = 100 100 104 109 113 128 133 137 139 140 143 146
Studierendenquote (in %) 28,3 29,1 30,5 31,6 35,8 37,1 38,1 38,5 38,2 38,9 39,3
Öffentl. Univers. 203.453 209.416 217.587 223.562 255.561 265.030 272.061 275.523 273.280 277.508 280.445 3,3
Studierendenquote öffentl. Univers. (in %) 24,7 25,2 26,2 27,0 30,8 31,8 32,5 32,7 32,2 32,5 32,6
Fachhochschule 25.727 28.426 31.064 33.615 36.085 37.564 39.276 41.366 43.593 45.660 48.051 6,4
Studierendenquote Fachhochschulen (in %) 3,1 3,4 3,7 4,1 4,3 4,5 4,7 4,9 5,1 5,3 5,6
Privatuniversitäten 3.608 3.872 4.237 5.014 5.829 6.301 7.060 7.316 8.086 9.287 10.202
Studierendenquote Privatuniv. (in %) 0,4 0,5 0,5 0,6 0,7 0,8 0,8 0,9 1,0 1,1 1,2
Anteil Salzburg an Österreich (in %)
Studierende gesamt 6,0 6,3 6,1 6,2 6,3 6,3 6,1 6,1 5,9 6,0 6,0
Studierende an öffentl. Universitäten 6,0 6,2 6,0 6,2 6,3 6,2 6,0 6,0 5,8 5,8 5,8
Studierende an FHs 6,6 6,6 6,7 6,5 6,3 5,9 6,1 5,9 5,8 5,9 5,8
Studierende an Privatuniv. 3,6 7,5 5,3 4,8 5,7 10,3 10,0 12,0 11,2 12,3 11,1

Anmerkungen:
Studierendenquote: Berechnet als Anteil der ordentlichen Studierenden an öffentlichen Universitäten, Fachhochschulstudiengängen und Studierenden an Privatuniversitäten an der jahresdurchschnittlichen Wohnbevölkerung im Alter von 18 bis 25 Jahren laut Bevölkerungsstatistik.
Ordentliche Studierende an öffentlichen Universitäten und Fachhochschulstudiengängen und Studierende an Privatuniversitäten. Jeweils Wintersemester. Stichtag ordentliche Studierende Universitäten: 28.02. des jeweiligen Jahres. Stichtag ordentliche Studierende Fachhochschulstudiengänge: 15.11. des jeweiligen Jahres.
Stand: 23.11.2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: unidata, Statistik Austria – Bevölkerung im Jahresdurchschnitt.


Österreich und Bundesland Salzburg: Studierendenquote, 2005/06–2015/16
Österreich und Bundesland Salzburg: Studierendenquote, 2005/06–2015/16

Quelle: Eigene Darstellung nach: unidata, Statistik Austria – Bevölkerung im Jahresdurchschnitt.


Anmerkung:
Berechnet als Anteil der ordentlichen Studierenden an Universitäten, Fachhochschulstudiengängen und Studierenden an Privatuniversitäten an der jahresdurchschnittlichen Wohnbevölkerung im Alter von 18 bis 25 Jahren. Zahlen bezogen auf jeweiliges Wintersemester.
Eine Differenzierung nach studierten Fachrichtungen kann anhand der vorliegenden Informationen zu den belegten Studien entsprechend den ISCED-Ausbildungsfeldern erfolgen. Nach Ausbildungsfeld differenziert zeigt sich sowohl für das Bundesland Salzburg als auch für Österreich insgesamt der Trend eines rückläufigen Anteils von belegten ordentlichen Studien im Bereich „Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften“, während der Anteil der belegten ordentlichen Studien im Bereich „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ ebenso wie jener im Bereich „Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe“ eine Zunahme verzeichnete.

Der Anteil der belegten Studien in der Fachrichtung „Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften“ ging zwischen 2005/06 und 2015/16 im Bundesland Salzburg von 41,6 % auf 37,6 %, in Österreich insgesamt von 39,2 % auf 35 %, zurück. Im gleichen Zeitraum nahm der Anteil der Studien in der Fachrichtung „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ im Bundesland Salzburg von 12,7 % auf 13,3 % ebenso leicht zu wie in Österreich insgesamt; hier stieg dieser Anteil von 12,9 % auf 14,4 %. Für die Fachrichtung „Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe“ ist gleichzeitig im Bundesland Salzburg ein leichter Anstieg von 3,9 % auf 4,4 %, in Österreich insgesamt hingegen ein deutlich markanterer, zudem auf einem höheren Niveau erfolgender Anstieg von 11,8 % auf 14,5 %, zu registrieren.

Auch bei einer separaten Betrachtung der belegten ordentlichen Studien an den öffentlichen Universitäten war sowohl im Bundesland Salzburg als auch in Österreich insgesamt ein deutliches Wachstum zu erkennen. Mit einem jeweiligen jahresdurchschnittlichen Wachstum von 2,0 % nahm die Anzahl der belegten Studien von 2005/06 bis 2015/16 in Salzburg von rund 15.100 auf rund 18.400, in Österreich von rund 281.600 auf 342.900 zu. Die skizzierten Trends eines rückläufigen Anteils der „Sozialwissenschaften, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften“ und jener des Anstiegs des Anteils der „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ sowie ebenfalls des „Ingenieurwesens, Herstellung und Baugewerbes“ zeigen sich auch in dieser Betrachtung deutlich.

Hinsichtlich der belegten ordentlichen Studien an Fachhochschulen lässt sich hingegen ein etwas anderes Bild zeichnen. Zwar nahm auch hier die Anzahl der ordentlichen Studien sowohl im Bundesland als auch im Bundesdurchschnitt deutlich zu (mit einer jahresdurchschnittlichen Wachstumsrate von 5,0 % bzw. 6,4 %). Allerdings ist im Bundesland Salzburg ein deutlicher Rückgang des Anteils des „Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe“ zu erkennen: Dieser nahm vom Wintersemester 2005/06 bis zum Wintersemester 2015/16 um über 12 Prozentpunkte ab; im österreichischen Fachhochschulsektor fiel dieser Rückgang mit 1,0 Prozentpunkten deutlich geringer aus. Auffällig ist auf der anderen Seite, dass im österreichischen Fachhochschulsektor ein Rückgang des Anteils der „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ um 1,6 Prozentpunkte zu verzeichnen war, während sich im Bundesland Salzburg in diesem Bereich ein deutliches Wachstum um 5,9 Prozentpunkte beobachten lässt.

Bundesland Salzburg und Österreich: Belegte ordentliche Studien an öffentlichen Universitäten und an Fachhochschulen nach ISCED-Ausbildungsfeldern, 2005/06–2015/16
 
2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 2015/16 % p. a.
Salzburg
Gesamt 16.773 18.024 18.739 19.944 21.699 21.911 22.122 21.868 20.779 21.063 21.138 2,3
Index: 2005/06 = 100 100 107 112 119 129 131 132 130 124 126 126
Anteil Sozialwissenschaften, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften (in %) 41,6 40,8 41,4 41,5 41,9 41,0 39,5 38,3 37,6 37,5 37,6
Anteil Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik (in %) 12,7 12,9 12,1 12,2 12,4 12,5 13,0 13,1 13,1 13,4 13,3
Anteil Ingenieurwesen, Herstellung u. Baugewerbe (in %) 3,9 3,9 3,9 3,7 3,7 3,4 3,5 3,5 4,1 4,3 4,4
Österreich
Gesamt 307.307 326.131 344.696 352.123 371.835 377.946 385.135 387.751 383.237 387.350 390.994 2,4
Index: 2005/06 = 100 100 106 112 115 121 123 125 126 125 126 127
Anteil Sozialwissenschaften, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften (in %) 39,2 39,8 39,6 38,7 39,5 39,5 38,0 36,7 36,0 35,3 35,0
Anteil Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik (in %) 12,9 13,1 12,9 12,9 12,7 12,7 12,8 13,3 13,4 14,1 14,4
Anteil Ingenieurwesen, Herstellung u. Baugewerbe (in %) 11,8 12,0 12,1 12,4 12,8 13,1 13,5 13,8 14,3 14,3 14,5

Anmerkungen:
Die Zahl der belegten Studien ist wegen möglichen Mehrfachbelegungen höher als die Zahl der Studierenden. Jeweils Wintersemester.
Stand: 23.11.2016

Quelle: Eigene Darstellung und Berechnung nach: STATcube – Statistische Datenbank von Statistik Austria.


Zwischen 2005/06 und 2015/16 nahm die Zahl der ordentlichen Studienabschlüsse an öffentlichen Universitäten und Fachhochschulen sowohl im Bundesland Salzburg als auch österreichweit deutlich zu. Dabei verlief dieser Zuwachs in Salzburg allerdings mit einem jahresdurchschnittlichen Anstieg von 4,4 %, von 2.033 auf 2.990, gegenüber jenem in Österreich insgesamt weniger rasch; hier stieg die Zahl der Studienabschlüsse um 6,5 % p. a., von 27.095 auf 47.653.

Differenziert nach Fachrichtungen zeigt sich im Bundesland Salzburg im Bereich der „Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften“ zwischen 2005/06 und 2015/16 eine Zunahme der Studienabschlüsse von 785 auf 1.119 (+4,0 % p. a.), im Bereich der „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ von 350 auf 373 (+0,7 % p. a.) und im Bereich „Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe“ von 120 auf 178 (+4,5 %p. a.). Dabei existieren markante Unterschiede zur Entwicklung der Studienabschlüsse an allen österreichischen Hochschulen, da hier die Anzahl der Abschlüsse insbesondere in der Fachrichtung „Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe“ mit 7,9 % p. a. und in der Fachrichtung „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ mit 5,0 % p. a. sehr viel rascher zunahm als in Salzburg.

Der Anteil der Abschlüsse in der Fachrichtung „Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften“ an allen Hochschulabschlüssen ging im Bundesland Salzburg zwischen 2005/06 und 2015/16 von 38,6 % auf 37,4 %, der Anteil der Abschlüsse in der Fachrichtung „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ von 17,2 % auf 12,5 % zurück. Der entsprechende Anteil der Abschlüsse in der Fachrichtung „Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe“ lag sowohl im Wintersemester 2005/06 als auch 2015/16 bei etwa 6 %, wobei dieser Anteil zwischenzeitlich, mit 9,2 % im Wintersemester 2009/10, deutlich höher lag. Dieses Muster der Anteilsentwicklungen nach Fachrichtungen lässt sich zum einen auch für Österreich insgesamt beobachten. Sowohl der Anteil der Abschlüsse in der Fachrichtung „Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften“ ging im Betrachtungszeitraum, von 38,8 % auf 37,2 %, zurück, als auch jener im Bereich der „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ (von 15,5 % auf 13,7 %). Markant ist allerdings der Unterschied bei den Anteilen der Abschlüsse in der Fachrichtung „Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe“, hier verzeichnete Österreich insgesamt eine Zunahme von 15,1 % auf 17,1 %.

Die dargestellten Entwicklungen verdeutlichen damit den – im Beobachtungszeitraum sogar noch zunehmenden – Rückstand Salzburgs bei den Hochschulabschlüssen im Bereich „Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe“. Der Gesamtentwicklung entsprechend zeigt auch eine separate Betrachtung der öffentlichen Universitäten und der Fachhochschulen jeweils sowohl im Bundesland Salzburg als auch österreichweit einen Anstieg der ordentlichen Studienabschlüsse. Wiesen die öffentlichen Universitäten im Bundesland Salzburg im Studienjahr 2005/06 rund 1.700 Studienabschlüsse auf, so waren es im Studienjahr 2014/2015 bereits rund 2.200. Dies entspricht einer jahresdurchschnittlichen Wachstumsrate von 3,0 %. Im Bundesdurchschnitt wiesen die öffentlichen Universitäten über denselben Zeithorizont jedoch ein deutlich stärkeres Wachstum der ordentlichen Studienabschlüsse auf. In diesem stiegen sie von rund 21.900 (2005/06) auf etwa 34.500 (2014/15) – ein jahresdurchschnittliches Wachstum von 5,2 %. Sowohl in Salzburg als auch im Österreichschnitt wuchsen die Abschlüsse im Bereich des „Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe“ am stärksten. An zweiter Stelle rangierte im Bundesland der Bereich „Sozialwissenschaften, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften“, wohingegen die Abschlüsse im Bereich „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ mit insgesamt etwa -5 % rückläufig waren. Im Bundesdurchschnitt wies der Bereich der „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ mit rund +52 % das über den Zeitraum betrachtete zweithöchste Gesamtwachstum auf, „Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften“ wuchsen ebenfalls, jedoch mit jahresdurchschnittlich nur 4,4 % am schwächsten.

Bundesland Salzburg und Österreich: Ordentliche Studienabschlüsse an öffentlichen Universitäten und an Fachhochschulen nach ISCED-Ausbildungsfeldern, 2005/06–2014/15
 
2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 % p. a.
Salzburg
Gesamt 2.033 2.165 2.410 2.722 3.025 2.901 3.283 3.152 2.891 2.990 4,4
Index: 2005/06 = 100 100 106 119 134 149 143 161 155 142 147
Sozialwissenschaften, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften 785 850 903 1.090 1.247 1.255 1.359 1.302 1.070 1.119  4,0
Index: 2005/06 = 100 100 108 115 139 159 160 173 166 136 143
Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik 350 330 337 406 410 379 438 386 353 373  0,7
Index: 2005/06 = 100 100 94 96 116 117 108 125 110 101 107
Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe 120 119 141 141 277 178 183 167 205 178  4,5
Index: 2005/06 = 100 100 99 118 118 231 148 153 139 171 148
Österreich
Gesamt 27.095 28.542 31.206 36.006 38.020 43.020 46.415 49.635 47.021 47.653 6,5
Index: 2005/06 = 100 100 105 115 133 140 159 171 183 174 176
Sozialwissenschaften, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften 10.516 11.023 12.010 13.758 14.431 17.364 18.667 18.282 17.326 17.706  6,0
Index: 2005/06 = 100 100 105 114 131 137 165 178 174 165 168
Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik 4.206 4.347 4.578 5.335 5.361 5.876 5.982 6.504 6.603 6.513  5,0
Index: 2005/06 = 100 100 103 109 127 127 140 142 155 157 155
Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe 4.097 4.467 4.733 5.461 6.305 7.070 7.376 7.396 8.187 8.131  7,9
Index: 2005/06 = 100 100 109 116 133 154 173 180 181 200 198
Anteil Salzburg an Österreich (in %)
Gesamt 7,5 7,6 7,7 7,6 8,0 6,7 7,1 6,4 6,1 6,3
MINT-Fächer* 5,7 5,1 5,1 5,1 5,9 4,3 4,6 4,0 3,8 3,8

Anmerkungen:
Angegeben als Studienjahr.
(*) Unter MINT-Studien fallen die ISCED-Kategorien „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ und „Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe“.
Stand: 23.11.2016.

Quelle: Eigene Darstellung und Berechnung nach: STATcube – Statistische Datenbank von Statistik Austria.


Im direkten Vergleich zeigt sich, dass ordentliche Studienabschlüsse an Fachhochschulen über den betrachteten Zeitraum ein deutlich dynamischeres Wachstum aufwiesen als jene an öffentlichen Universitäten. Sowohl im Bundesland als auch im Österreichschnitt haben sich die Abschlüsse an Fachhochschulen zwischen 2005/06 und 2014/15 mehr als verdoppelt. Besonders stark nahmen im Bundesland die Abschlüsse an der Fachhochschule im Bereich der „Sozialwissenschaften, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften“ zu, aber auch im Bereich der „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ fand beinahe eine Verdopplung der absolvierten Studien statt. Im Bundesdurchschnitt wuchsen ebenfalls die Abschlüsse an Fachhochschulen im Bereich der „Sozialwissenschaften, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften“ am deutlichsten, das zweitstärkste Wachstum wies hier jedoch der Bereich des „Ingenieurwesens, Herstellung und Baugewerbe“ auf. Die Abschlüsse im Bereich der „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ nahmen hier mit einer jahresdurchschnittlichen Wachstumsrate von 5,7 % vergleichsweise am wenigsten zu. Aufschlussreich ist im vorliegenden Zusammenhang ein Vergleich der Entwicklungen der Studierendenzahlen mit jener der Studienabschlüsse. Es zeigt sich, dass die Anzahl der ordentlichen Studienabschlüsse im Bundesland Salzburg mit 47 % und in Österreich insgesamt mit 76 % jeweils deutlich rascher zunahm als die Anzahl der belegten Studien, die gleichzeitig um 26 % bzw. 27 % anstieg.

Bundesland Salzburg und Österreich: Entwicklung von belegten ordentlichen Studien und ordentlichen Studienabschlüssen an öffentlichen Universitäten und Fachhochschulen, 2005/06–2014/15
Bundesland Salzburg und Österreich: Entwicklung von belegten ordentlichen Studien und ordentlichen Studienabschlüssen an öffentlichen Universitäten und Fachhochschulen, 2005/06–2014/15

Quelle: Eigene Darstellung und Berechnung nach: STATcube – Statistische Datenbank von Statistik Austria.

Von hohem Interesse ist, mit Blick auf die Innovationsfähigkeit, ein ausreichendes Angebot an MINT-Fachkräften. Die Anzahl der belegten MINT-Studien hat sich im Bundesland Salzburg zwischen 2005/06 und 2014/15 jahresdurchschnittlich um 3,3 %, von 2.789 auf 3.727, in Österreich insgesamt hingegen etwas rascher, um 4,2 %, erhöht.

Auffällig ist, dass sich die Situation im Bundesland Salzburg hinsichtlich der Entwicklung der MINT-Absolvent/innen vergleichsweise ungünstig darstellt: Zum einen nahm die Anzahl der MINT-Absolvent/innen in Salzburg mit jahresdurchschnittlich 1,8 %, von 470 auf 551, langsamer zu als die Anzahl der MINT-Studierenden. Zum anderen nahm die Anzahl der MINT-Absolvent/innen in Salzburg deutlich – mit 1,8 % p. a. gegenüber 6,5 % p. a. – langsamer zu als in Österreich insgesamt.

 Bundesland Salzburg und Österreich: Belegte ordentliche Studien und ordentliche Studienabschlüsse im MINT-Bereich an öffentlichen Universitäten und an Fachhochschulen, 2005/06–2015/16
2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 % p. a.
Salzburg
Belegte Studien 2.789 3.040 3.006 3.183 3.499 3.466 3.649 3.638 3.568 3.727 3,3
Absolvent/innen 470 449 478 547 687 557 621 553 558 551 1,8
Österreich
Belegte Studien 76.013 81.882 86.093 89.103 94.529 97.588 101.596 105.133 106.148 109.971 4,2
Absolvent/innen 8.303 8.814 9.311 10.796 11.666 12.946 13.358 13.900 14.790 14.644  6,5

Anmerkungen:
MINT-Studien: ISCED-Kategorien „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ und „Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe“.
Stand jeweils Wintersemester.
Stand: 23.11.2016.

Quelle: Eigene Darstellung und Berechnung nach: STATcube – Statistische Datenbank von Statistik Austria.


Vor diesem Hintergrund nahm der Anteil der Salzburger MINT-Studierenden an allen MINT-Studierenden in Österreich zwischen 2005/06 und 2015/16 von 3,7 % auf 3,3 % ab. Noch deutlicher ging der entsprechende Anteil der MINT-Absolvent/innen im Bundesland Salzburg zurück, von 5,7 % im Wintersemester 2005/06 auf 3,8 % im Wintersemester 2014/15.

Differenziert nach Universität und Fachhochschule im Bundesland Salzburg ergibt für den Zeitraum 2005/06 bis 2014/15 folgendes Bild: Die Anzahl der MINT-Studierenden nahm in diesem Zeitraum an der Universität um 3,5 % p. a., von 2.135 auf 2.902, zu, an der Fachhochschule um 2,6 % p. a., von 654 auf 825. Auffällig abweichend verhält sich die Entwicklung der MINT-Absolvent/innen: An der Universität ist im Betrachtungszeitraum eine lediglich verhaltene Zunahme von 350 im Wintersemester 2005/06 auf 362 im Wintersemester 2014/15 zu registrieren; das jahresdurchschnittliche Wachstum betrug hier 0,4 %. Die Fachhochschule verzeichnete hingegen eine jahresdurchschnittliche Zunahme der MINT-Absolvent/innen von 5,2 %, die Anzahl stieg hier im genannten Zeitraum von 120 auf 189.

Dementsprechend stellt sich das Verhältnis von ordentlichen Studienabschlüssen zur Anzahl der belegten Studien an der Fachhochschule deutlich anders dar als an der Universität: Diese Relation betrug an der Fachhochschule im Wintersemester 2014/15 0,23 und lag an der Universität mit 0,12 hingegen etwa halb so hoch.

Anteile des Bundeslandes Salzburg an den belegten Studien und Studienabschlüssen im MINT-Bereich an öffentlichen Universitäten und Fachhochschulen in Österreich, 2005/06–2015/16
Anteile des Bundeslandes Salzburg an den belegten Studien und Studienabschlüssen im MINT-Bereich an öffentlichen Universitäten und Fachhochschulen in Österreich, 2005/06–2015/16

Quelle: Eigene Darstellung und Berechnung nach: STATcube – Statistische Datenbank von Statistik Austria.



Bundesland Salzburg: Studierende und Studienabschlüsse im MINT-Bereich an öffentlichen Universitäten und Fachhochschule Salzburg, 2005/06–2014/15
2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 % p. a.
Belegte ordentliche Studien
Öffentliche Universitäten 2.135 2.379 2.353 2.528 2.815 2.845 2.990 2.959 2.800 2.902
Index: 2005/06 =100 100 111 110 118 132 133 140 139 131 136 3,5
Fachhochschule 654 661 653 655 684 621 659 679 768 825
Index: 2005/06 =100 100 101 100 100 105 95 101 104 117 126 2,6
Ordentliche Studienabschlüsse
Öffentliche Universitäten 350 330 337 406 412 370 426 365 346 362
Index: 2005/06 =100 100 94 96 116 118 106 122 104 99 103 0,4
Fachhochschule 120 119 141 141 275 187 195 188 212 189
Index: 2005/06 =100 100 99 118 118 229 156 163 157 177 158 5,2
Verhältnis ordentlicher Studienabschlüsse zu belegter ordentlicher Studien
Öffentliche Universitäten 0,16 0,14 0,14 0,16 0,15 0,13 0,14 0,12 0,12 0,12
Index: 2005/06 =100 100 85 87 98 89 79 87 75 75 76 -3,1
Fachhochschule 0,18 0,18 0,22 0,22 0,40 0,30 0,30 0,28 0,28 0,23
Index: 2005/06 = 100 100 98 118 117 219 164 161 151 150 125  2,8


Anmerkungen:
Unter MINT-Studien fallen die ISCED-Kategorien „Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik“ und „Ingenieurwesen, Herstellung und Baugewerbe“.
Die Zahl der belegten Studien ist wegen möglichen Mehrfachbelegungen höher als die Zahl der Studierenden.
Ordentliche Studienabschlüsse als Studienjahr, belegte Studien jeweils Wintersemester.

Quelle: Eigene Darstellung und Berechnung nach: STATcube – Statistische Datenbank von Statistik Austria.
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) je Einwohner/in sind sowohl im Bundesland Salzburg als auch im Bundesdurchschnitt zwischen 2002 und 2013 deutlich gestiegen. Lagen die FuE-Ausgaben je Kopf im Jahr 2002 bei rund 264 Euro (Salzburg) bzw. etwa 580 Euro (Österreich), so war hier bis zum Jahr 2013 eine deutliche Zunahme auf etwa 638 Euro bzw. 1.129 Euro pro Kopf zu registrieren; dies entsprach einem Anstieg von rund 142 % im Bundesland Salzburg und etwa 95 % im österreichischen Durchschnitt.

Auch wenn das Wachstum im Bundesland somit deutlich höher ausfiel als im österreichischen Durchschnitt, zeigt sich dennoch, dass die FuE-Ausgaben pro Kopf im Bundesland Salzburg über den gesamten betrachteten Zeitraum ein signifikant niedrigeres Niveau aufwiesen als in Österreich insgesamt. Dabei ist zudem zu erkennen, dass dieser Abstand im Betrachtungszeitraum sogar noch zunahm: Im Jahre 2002 lagen die FuE-Ausgaben pro Kopf in Salzburg um 316 Euro, im Jahre 2013 dann bereits um 491 Euro unter dem Bundesdurchschnitt.

Die im Zeitraum zwischen 2002 und 2013 durchgängig höchsten FuE-Ausgaben wies sowohl im Bundesland Salzburg als auch österreichweit der Unternehmenssektor auf. Im Bundesland Salzburg wendeten die Unternehmen im Ausgangsjahr mit rund 140 Euro pro Kopf mehr als die Hälfte (rund 53 %) der Gesamtausgaben auf, 2013 betrug ihr Anteil mit rund 394 Euro pro Kopf bereits rund 62 %. Die Ausgaben des Unternehmenssektors wiesen im Bundesland Salzburg (mit +181 %) zudem ein überdurchschnittlich hohes Wachstum auf; in Österreich insgesamt belief sich dieser Zuwachs auf 106 %. Gleichwohl blieb der Rückstand gegenüber dem Bundesdurchschnitt mit 406 Euro im Jahr 2013 pro Kopf auf sehr hohem Niveau. Deutlich wird dieser Rückstand auch daran, dass die Salzburger Unternehmen im Jahre 2013 im Vergleich zum österreichischen Durchschnittswert weniger als die Hälfte der FuE-Ausgaben pro Kopf aufwendeten.

Der Salzburger Hochschulsektor steigerte seine FuE-Ausgaben pro Kopf von 107 Euro im Jahre 2002 auf 186 Euro im Jahre 2013, und damit um 74 %. Auch in diesem Sektor zeigt sich ein Salzburger Rückstand: Pro Kopf geben die Salzburger Hochschulen im Jahr 2013 88 Euro weniger aus als dies in Österreich insgesamt der Fall ist. Die FuE-Ausgaben des Sektors Staat und des privaten gemeinnützigen Sektors haben im Bundesland Salzburg von rund 17 Euro pro Kopf im Jahr 2002 auf rund 59 Euro im Jahr 2013 kräftig zugenommen. In diesem Bereich konnte das Bundesland Salzburg seinen Rückstand gegenüber Österreich insgesamt aufholen.

Bundesland Salzburg und Österreich: FuE-Ausgaben pro Kopf, 2002–2013
2002 2004 2006 2007 2009 2011 2013 Vrd. 2002/13 (in %)
Salzburg (in €)
Gesamt 263,6 318,9 382,5 399,4 460,8 544,2 638,4
Index: 2002 = 100 100 121 145 152 175 206 242 142,2
Anteil Salzburg gesamt an Österreich (in %) 45,5 49,6 50,0 48,2 51,4 55,2 56,5
Hochschulsektor* 107,0 117,7 126,7 138,1 168,3 174,7 186,4 74,2
Sektor Staat und privater gemeinnütziger Sektor** 16,7 19,1 20,0 23,5 27,5 32,6 58,5  250,3
Unternehmenssektor*** 139,9 182,0 235,8 237,8 264,9 336,9 393,5 181,3
Österreich (in €)
Gesamt 579,6 642,6 764,2 827,9 896,7 986,6 1.129,1
Index: 2002 = 100 100 111 132 143 155 170 195 94,8
Hochschulsektor* 156,7 171,6 184,2 197,4 234,0 252,4 274,6  75,2
Sektor Staat und privater gemeinnütziger Sektor** 35,6 35,7 41,9 46,4 52,1 55,5 54,9 54,2
Unternehmenssektor*** 387,4 435,3 538,1 584,2 610,6 678,6 799,6 106,4

Anmerkungen:
Einwohner/in: Wohnbevölkerung im Jahresdurchschnitt.
(*) Universitäten einschließlich Kliniken, Universitäten der Künste, Akademie der Wissenschaften, Fachhochschulen, Privatuniversitäten und Versuchsanstalten an den Höheren Technischen Bundeslehranstalten.
(**) Sektor Staat: Bundesinstitutionen (unter Ausklammerung der im Hochschulsektor zusammengefassten), Landes-, Gemeinde- und Kammerinstitutionen, FuE-Einrichtungen der Sozialversicherungsträger, von der öffentlichen Hand finanzierte und/oder kontrollierte private gemeinnützige Institutionen sowie FuE-Einrichtungen der Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft; ohne Landeskrankenanstalten. Diese wurden nicht mittels Fragebogenerhebung erfasst, sondern es erfolgte eine Schätzung der FuE-Ausgaben durch Statistik Austria unter Heranziehung der Meldungen der Ämter der Landesregierungen. Daher liegen keine Daten über Beschäftigte in FuE vor. Privater gemeinnütziger Sektor: Private gemeinnützige Institutionen, deren Status ein vorwiegend privater oder privatrechtlicher, konfessioneller oder sonstiger nicht öffentlicher ist.
(***) Einschließlich Kompetenzzentren.
Stand: November 2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Erhebung über Forschung und experimentelle Entwicklung; Statistik Austria – Wohnbevölkerung im Jahresdurchschnitt.
Die von der FFG verausgabten Fördermittel stiegen im Bundesland Salzburg von 7,5 Mio. Euro im Jahre 2008 auf 10,0 Mio. Euro im Jahre 2015, im Durchschnitt dieser Jahre belief sich die Summe auf 11,6 Mio. Euro. Das jahresdurchschnittliche Wachstum belief sich hier auf 4,2 %, während das Wachstum der FFG-Förderung für Österreich insgesamt mit -2,8 % p. a. negativ war. Dementsprechend verbesserte sich der Salzburger Anteil an der Gesamtförderung der FFG etwas, allerdings, von 1,8 % (2008) auf 2,9 % (2015), auf sehr niedrigem Niveau.

Gemessen an Gesamtförderungen je Erwerbstätigem/r konnte das Bundesland Salzburg im Zeitraum von 2008 bis 2015 einen Anstieg von rund 29 Euro je Erwerbstätigem/r auf rund 37 Euro je Erwerbstätigem/r realisieren. Im Bundesdurchschnitt war demgegenüber auch hinsichtlich dieser Kennziffer ein deutlicher Rückgang zu erkennen, die Gesamtförderungen gingen hier von 105 Euro (2008) auf rund 83 Euro (2015) je Erwerbstätigem/r zurück. Gleichwohl fielen die Förderungen der FFG je Erwerbstätigem/r in Österreich insgesamt deutlich höher aus als im Bundesland Salzburg. Am höchsten war diese Differenz mit rund 76 Euro je Erwerbstätigem/r im Ausgangsjahr 2008. Zwar war dieser Rückstand rückläufig, dennoch lag die Gesamtförderung der FFG je Erwerbstätigem/r auch noch im Jahr 2015 mit rund 46 Euro unterhalb des österreichischen Werts.

Bundesland Salzburg und Österreich: Gesamtförderungen der FFG, 2008–2015
2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Vrd. % p. a.
Salzburg
Gesamt (in Mio. €) 7,5 10,8 15,5 13,2 9,1 14,0 12,7 10,0 4,2
Index: 2008 = 100 100 144 207 176 121 187 169 133
Anteil Salzburg an Österreich (in %) 1,8 2,9 3,6 3,8 2,6 3,9 2,7 2,9
Je Erwerbstätigem/r (in €) 28,6 41,1 58,6 49,1 33,6 51,2 47,3 36,8  3,7
Index: 2008 = 100 100 144 205 172 118 179 166 129
Österreich
Gesamt (in Mio. €) 419,2 370,8 431,8 349,7 355,7 361,3 478,0 342,6 -2,8
Index: 2008 = 100 100 88 103 83 85 86 114 82
Je Erwerbstätigem/r (in €) 105,0 93,1 107,5 86,3 87,1 88,0 116,2 82,6 -3,4
Index: 2008 = 100 100 89 102 82 83 84 111 79

Anmerkungen:
Gesamtförderungen: Barwerte von Förderungen und Aufwendungen.
Erwerbstätige nach Mikrozensus und ILO-Konzept.
Stand: November 2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: FFG-Sonderauswertung; Statistik Austria – Mikrozensus.


Der FWF hat im Zeitraum 2008–15 Fördermittel in Höhe von durchschnittlich 8,9 Mio. Euro an Empfänger im Bundesland Salzburg verausgabt. Der Salzburger Anteil an der gesamten FWF-Förderung belief sich damit auf 4,8 %. Das jahresdurchschnittliche Wachstum der FWF-Förderung betrug in diesem Zeitraum in Salzburg 0,2 %, in Österreich 1,8 %. Dementsprechend ist der Salzburger Anteil in dieser Zeitspanne zurückgegangen, von 5,1 % im Jahre 2008 auf 4,5 % im Jahre 2015. Die Gesamtbewilligungen des FWF je Erwerbstätigem/r waren über die Periode 2008 bis 2015 im Bundesland Salzburg leicht rückläufig. Sie sanken jahresdurchschnittlich um -0,4 %, von rund 34 Euro je Erwerbstätigem/r im Jahr 2008 auf rund 33 Euro je Erwerbstätigem/r im Jahr 2015. Österreichweit verzeichneten die Gesamtbewilligungen je Erwerbstätigem/r mit jahresdurchschnittlich 1,2 % hingegen einen leichten Anstieg, von 43 Euro auf 47 Euro je Erwerbstätigem/r. Mit Ausnahme des Jahres 2014 ist zudem zu erkennen, dass die FWF-Gesamtbewilligungen je Erwerbstätigem/r in Salzburg niedriger ausfielen als im österreichischen Durchschnitt. Mit rund 23 Euro fiel diese Differenz zwischen Bundesland und Österreichschnitt dabei im Jahr 2013 am höchsten aus, im Jahr 2014 lag das Bundesland mit rund fünf Euro je Erwerbstätigem/r einmalig über dem österreichischen Niveau – ein Vorsprung, der sich bereits 2015 wieder in einen Rückstand verkehrte.

Bundesland Salzburg und Österreich: Gesamtbewilligungen des FWF, 2008–2015
2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015  % p. a.
Salzburg
Gesamt (in Mio. €) 8,8 4,9 10,1 9,5 7,1 7,2 15,0 8,9 0,2
Index: 2008 = 100 100 56 115 108 81 82 170 101
Anteil Salzburg an Österreich (in %) 5,1 3,4 5,9 4,9 3,6 3,6 7,1 4,5
Je Erwerbstätigem/r (in €) 33,8 18,6 38,2 35,3 26,2 26,3 55,9 32,8 -0,4
Index: 2008 = 100 100 55 113 104 77 78 166 97
Österreich
Gesamt (in Mio. €) 173,1 145,7 170,7 193,8 195,3 201,8 210,4 195,8 1,8
Index: 2008 = 100 100 84 99 112 113 117 122 113
Je Erwerbstätigem/r (in €) 43,3 36,6 42,5 47,8 47,8 49,2 51,2 47,2 1,2
Index: 2008 = 100 100 84 98 110 110 113 118 109

Anmerkungen:
Gesamtbewilligungen inklusive Cashflows. Erwerbstätige nach Mikrozensus und ILO-Konzept
(*) Ohne Kategorie „Ausland/k. A.“
Stand: November 2016

Quelle: Eigene Darstellung nach: FWF-Jahresberichte 2008–2015.
Die öffentlichen Universitäten im Bundesland Salzburg erzielten im Zeitraum 2010–15 durchschnittlich 21,8 Mio. Euro pro Jahr an Drittmittelerlösen aus FuE-Projekten, dies entsprach einem Anteil von 3,7 % an den entsprechenden Erlösen aller österreichischen öffentlichen Universitäten Während in diesem Zeitraum die Drittmittelerlöse an den öffentlichen Universitäten in Österreich insgesamt mit einem jahresdurchschnittlichen Wachstum von 4,4 % kontinuierlich zunahmen, verblieben sie an den öffentlichen Universitäten Salzburgs zwischen 2011 und 2014 unterhalb des Wertes von 23,2 Mio. Euro aus dem Jahre 2010, der erst 2015 dann wieder etwas übertroffen wurde.

Österreich und Bundesland Salzburg: Erlöse aus FuE-Projekten öffentlicher Universitäten absolut und je VZÄ wissenschaftlichen und künstlerischen Personals öffentlicher Universitäten, 2010–2015
2010 2011 2012 2013 2014 2015  % p. a.
Salzburg
Gesamt (in Mio. €) 23,2 18,4 22,3 20,5 23,0 23,6 0,3
Index Salzburg 2010 = 100 100 79 96 88 99 102
Je VZÄ wissenschaftlichen und künstlerischen Personals (in €) 19.334 15.260 18.164 16.520 18.006 17.655  -1,8
Österreich
Gesamt (in Mio. €) 527,7 548,9 587,9 597,5 635,3 654,4 4,4
Index Österreich 2010 = 100 100 104 111 113 120 124
Je VZÄ wissenschaftlichen und künstlerischen Personals (in €) 24.958 25.702 27.935 27.925 29.403 29.658 3,5

Anmerkungen:
FuE-Projekte: inkl. Projekte der Entwicklung und Erschließung der Künste. Aufgrund von Änderungen in den Erhebungsmethoden sind die Indikatorwerte im zeitlichen Verlauf nicht immer direkt vergleichbar.
Stand: 23.11.2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: unidata.


Im Verhältnis zu den beschäftigten Wissenschaftler/innen, gemessen an den Vollzeitäquivalenten wissenschaftlichen und künstlerischen Personals, stellt sich die Entwicklung der Drittmittelerlöse im Zeitraum 2010–15 wie folgt dar: Je Vollzeitäquivalent erzielten die öffentlichen Universitäten in Salzburg durchschnittlich 17.490 Euro, während der österreichweite Durchschnittswert 27.597 Euro betrug. Dabei nahmen diese Drittmittelerlöse je Vollzeitäquivalent in Salzburg im Betrachtungszeitraum jahresdurchschnittlich um 1,8 % ab, während sie österreichweit um 3,5 % zunahmen. Betrug demnach der diesbezügliche Abstand zwischen den öffentlichen Universitäten in Österreich insgesamt und jenen in Salzburg im Jahre 2010 noch 5.600 Euro, so hat er sich 2015 auf 12.003 Euro mehr als verdoppelt.

Die Drittmittelerlöse der Fachhochschule Salzburg nahmen zwischen 2006/07 und 2014/15 von 0,75 Mio. Euro auf 2,1 Mio. Euro zu, verdreifachten sich demnach fast. Bezogen auf das wissenschaftliche Personal stiegen die Drittmittelerlöse in diesem Zeitraum von 10.109 Euro auf 16.825 Euro je Vollzeitäquivalent.

Bundesland Salzburg: Erlöse aus FuE-Projekten der Fachhochschule Salzburg, 2006/07–2014/15
2006/07 2008/09 2010/11 2012/13 2014/15
Gesamt (in €) 752.143 672.163 777.452 1.540.043 2.141.759
Index: 2006/07 = 100 100 89 103 205  285
davon FWF (in €) 53.000 34.295 36.843
davon FFG (in €) 359.616 171.707 284.525 524.760 833.941
davon Unternehmen (in €) 217.831 265.637 207.445 180.378  307.951
Je VZÄ Lehr- und Forschungspersonal** 10.109 7.419 7.563 12.717 16.825

Anmerkungen:
(*) FHS-Erhebung in Wirtschaftsjahren: 2007 = WJ 06/07; 2009 = WJ 08/09; 2011 = WJ 10/11, 2013 = WJ 12/13, 2015 = WJ 14/15.
(**) Da der Personalstand jeweils am 31.08. eines Jahres erhoben wurde, wurde für das Wirtschaftsjahr 2006/07 der Stand 2007, für das Wirtschaftsjahr 2008/09 der Stand 2009, für das Wirtschaftsjahr 2010/11 der Stand 2011, für das Wirtschaftsjahr 2012/13 der Stand 2013 und für das Wirtschaftsjahr 2014/2015 der Stand 2015 gewählt.
Stand: 23.11.2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Fachhochschule Salzburg 2016 (Daten für die Statistik Austria, FuE-Erhebungen 2007, 2009, 2011).
Von den im Rahmen einer Innovationserhebung befragten Salzburger Unternehmen gaben etwas weniger als die Hälfte (rund 47 %) an, sie hätten im Zeitraum 2012 bis 2014 im Kontext ihrer innerbetrieblichen Innovationsaktivitäten mit anderen Unternehmen oder Einrichtungen des Wissenschaftssektors kooperiert.

Eine nach Branchen differenzierte Betrachtung zeigt dabei wesentliche Unterschiede. Besonders kooperationsintensiv waren danach die Unternehmen aus dem Bereich der wissensbasierten Unternehmensdienstleistungen (fast 68 %) und aus dem Bereich der Warenherstellung (52 %). Hingegen sind lediglich etwa 37 % der befragten Bauunternehmen eine solche Kooperation eingegangen.

Hinsichtlich der Betriebsgröße ergibt sich das Bild einer deutlichen Größenabhängigkeit. Von den Kleinstunternehmen verzeichnen rund 34 %, von den mittleren Unternehmen rund 68 % innovationsorientierte Kooperationen. Keine markanten Unterschiede in der Kooperationsintensität sind hingegen in der Differenzierung nach Unternehmensalter erkennbar.

Bevorzugte Kooperationspartner in der innovationsorientierten Zusammenarbeit der befragten Salzburger Unternehmen waren insbesondere, in dieser Reihenfolge, Kunden, Zulieferer und Hochschulen. Mit Blick auf die regionale Struktur der Kooperationsbeziehungen ergibt sich ein heterogenes Bild: Die Kunden, mit denen innovationsorientierte Beziehungen bestanden, waren überwiegend überregional, in anderen Regionen Österreichs angesiedelt. An zweiter Stelle rangieren hier regionale oder lokale, an dritter ausländische Kunden. Bezüglich der Innovationskooperationen mit Hochschulen zeigt sich ebenfalls die Dominanz von Hochschulen außerhalb des Bundeslandes Salzburg, danach folgen die Salzburger Hochschulen, die geringste Bedeutung spielen für die Unternehmen in Salzburg hier die Austauschbeziehungen mit ausländischen Hochschulen. Auf Seiten der innovationsorientierten Zusammenarbeit mit Zulieferern zeigte sich ebenfalls, dass andere, nicht im Bundesland Salzburg angesiedelte Zulieferunternehmen die wichtigste Rolle spielten, während regional oder lokal angesiedelte Zulieferer noch hinter jenen aus dem Ausland rangieren.

Bundesland Salzburg: Kooperationen bei Innovationsaktivitäten nach Branche, Größe und Alter, 2012/14
Anzahl in %* aller Unternehmen in %* innerhalb jeweiliger Kategorie
Gesamt  129  47,1 -
Nach Branche**
Herstellung von Waren  48  17,5 52,2
Bau 23 8,4 36,5
Wissensbasierte Unternehmensdienstleistungen 36 13,1 67,9
Nach Größe**
Kleinstunternehmen (5–9 Beschäftigte)  25  9,1 34,2
Kleinunternehmen (10–49 Beschäftigte) 75 27,4 48,1
Mittlere Unternehmen (50–249 Beschäftigte) 21 7,7 67,7
Großunternehmen (ab 250 Beschäftigten) 8 2,9 57,1
Nach Alter***
Jung (bis 10 Jahre)  17  6,4 51,5
11 bis 30 Jahre 55 20,7 52,4
31 bis 60 Jahre 33 12,4 41,3
Alt (61 Jahre und älter) 23 8,6 47,9

Anmerkungen:
(*) Gültige Prozent, da n je nach Antwort- und Gliederungskategorie variiert.
(**) n = 274.
(***) n = 266.

Quelle: Fachhochschule Salzburg – Innovationsbefragung 2015.


Bundesland Salzburg: Kooperationspartner bei Innovationskooperationen, 2012–2014
Bundesland Salzburg: Kooperationspartner bei Innovationskooperationen, 2012–2014

Quelle: Fachhochschule Salzburg – Innovationsbefragung 2015.


Anmerkungen:
(*) Lokal/regional meint dabei die geschäftliche Tätigkeit innerhalb eines Radius von 50 Kilometern.
(**) Überregional meint die geschäftliche Tätigkeit, die über einen Radius von 50 Kilometern hinausgeht.
Gültige Prozent.
Die Dicke der Strahlen entspricht dem jeweiligen Stellenwert. Ein Punkt entspricht 2 %.
Udl. = Unternehmensdienstleister, UG = Unternehmensgruppe.
Die Prozentangaben summieren sich nicht zu 100 %, da Mehrfachnennungen möglich waren.
Gemessen an der Anzahl der Kooperationen, nahm die Kooperationsintensität der Salzburger Hochschulen offenkundig zu. Ausweislich ihrer Wissensbilanz stieg die Anzahl der Kooperationen der Universität Salzburg mit Partnerhochschulen und -instituten sowie mit Unternehmen zwischen 2008 und 2015 von 290 auf 388 recht kontinuierlich an. Auffällig ist dabei, dass es sich hier ganz überwiegend um Kooperationen mit anderen Universitäten handelt und die Zahl der in der Wissensbilanz angeführten Kooperationen mit Unternehmen im Betrachtungszeitraum nicht nur vergleichsweise gering, sondern tendenziell sogar rückläufig ist. Die Fachhochschule Salzburg verzeichnete zwischen 2008 und 2015 ebenfalls eine Zunahme der Kooperationen mit anderen Hochschulen, Instituten und Unternehmen, die Anzahl dieser Kooperationen stieg von 108 im Jahre 2008 über 154 im Jahre 2012 auf 124 im Jahre 2015. Dabei ist hier der Anteil der Kooperationen mit Unternehmen deutlich höher als im Falle der Universität Salzburg.

Bundesland Salzburg: Kooperationen mit Partnerinstituten und Unternehmen, Universität Salzburg und Fachhochschule Salzburg, 2008–2015
2008 2009 2010*  2011 2012 2013 2014  2015 % p. a.
Universität Salzburg 290 313 368 393 350 350 381 388 4,2
Index: 2006 = 100 100 108 127 136 121 121 131 134
davon Unternehmen 10 13 13 15 16 7 6 7 -0,5
davon Universitäten 256 280 335 356 313 327 353 358 4,9
Fachhochschule Salzburg** 108 104 86 115 154 136 126 124 2,0
Index: 2006 = 100 100 96 80 106 143 126 117 115
davon Unternehmen 41 30 22 34 37 42 45 40 -0,4
davon Universitäten 37 36 22 31 54 51 40 40 1,1

Anmerkungen:
Aufgrund von Änderungen in den Erhebungsmethoden sind die Indikatorwerte im zeitlichen Verlauf nicht immer direkt vergleichbar.
(*) Der Großteil des Anstiegs in den Kooperationen ist auf die Steigerung der neuen Erasmus-Kooperationen zurückzuführen. Es wurden Universitätspartnerschaften verlängert und unter anderem neu eingegangen (z. B. China Capital Universität). National konnten fünf neue Kooperationen mit Universitäten geschlossen werden.
(**) Die Jahre 2008 und 2009 als Kalenderjahre, die Jahre 2010 bis 2015 in jeweiligen Wirtschafs-jahren (2010 = WJ 09/10).
Stand: 23.11.2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Wissensbilanz der Universität Salzburg 2008–15, Wissensbilanz Kennzahl 1.C.1 Gesamtübersicht Anzahl der in aktive Kooperationsverträge eingebundenen Partnerinstitutionen/Unternehmen, FHSYS (für die WJ 09/10, 10/11, 11/12, 12/13, 13/14, 14/15), BIS-Meldung für die Kalenderjahre 2007, 2008 und 2009.
Ein wesentliches Element der wirtschaftlichen Entwicklung ist jener Prozess, den Schumpeter als „kreative Zerstörung“ beschrieben hat: Innovative Produkt- und Leistungsangebote und innovative Geschäftsmodelle ermöglichen neuen Unternehmen die Erschließung neuer Wachstumsmärkte, so dass ältere Unternehmen mit einer veralteten Produktpalette und niedrigeren Produktivitätsstandards verdrängt werden.

Diese Erneuerung des Unternehmensbestandes kann anhand der Entwicklung der Neugründungen und Schließungen von Unternehmen nachgezeichnet werden. Im Zeitraum 2007–14 wurden im Bundesland Salzburg durchschnittlich jedes Jahr 3.041 Unternehmen neu gegründet, gleichzeitig waren 2.243 Unternehmensschließungen zu verzeichnen. Damit entfielen jeweils etwa 6,6 % der österreichweiten Neugründungen und Schließungen auf das Bundesland Salzburg.

Zwischen 2007 und 2014 stieg die Zahl der Unternehmensgründungen im Bundesland Salzburg um 0,6 % p. a., von 2.827 auf 2.938. Dabei war dieses Wachstum ausschließlich auf Gründungen im Dienstleistungssektor zurückzuführen, deren Zahl im genannten Zeitraum um fünf Prozentpunkte zunahm, während die Zahl der Gründungen im Bereich der Warenherstellung rückläufig war. Die Zahl der Unternehmensschließungen nahm 2007–14 um 5,7 % p. a. zu, von 1.721 im Jahre 2007 auf 2.544 im Jahre 2014. Eine besondere Dynamik des Schließungsgeschehens verzeichnete dabei der Dienstleistungssektor; hier nahm die Zahl der Schließungen um 53 Prozentpunkte zu. Im Ergebnis kamen im Bundesland Salzburg im Jahre 2014 auf jede Neugründung fast 0,9 Schließungen, nachdem im Jahre 2007 noch 0,6 Schließungen auf eine Neugründung entfielen.

Auffällig ist, dass sich das Gründungs- und Schließungsgeschehen im Bundesland Salzburg offenkundig weniger dynamisch darstellt, als es für Österreich insgesamt zu beobachten war. So nahm im Zeitraum 2007–14 die Zahl der Unternehmensgründungen österreichweit mit 2,3 % p. a. fast viermal so schnell zu wie im Bundesland Salzburg. Gleichzeitig erhöhte sich auch Zahl der Schließungen mit 6,9 % p. a. signifikant rascher.

Abbildung 5-1 veranschaulicht die Entwicklung der Gründungen und Schließungen im Bundesland Salzburg und in Österreich insgesamt. Entwickelten sich Gründungen und Schließungen in Salzburg bis 2008 quasi parallel, so nahmen ab diesem Jahr die Schließungen deutlich stärker zu, während die jährlichen Unternehmensneugründungen bis 2012 stagnierten und 2013 einen deutlichen Rückgang aufwiesen; erst im Jahre 2014 ist wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Im Bundesdurchschnitt entsprach die Entwicklung mit einem Jahr Verspätung, ab 2009, weitgehend jener des Bundeslandes.

Die Zahl der Beschäftigten bei neugegründeten Unternehmen sank im Bundesland Salzburg zwischen 2007 und 2014 von 5.008 auf 4.655 Personen, der jahresdurchschnittliche Rückgang lag bei 1,0 %. Demgegenüber nahm mit 8,5 % p. a. die Zahl der von Unternehmensschließungen betroffenen Beschäftigten deutlich zu. Der Saldo der von Gründungen und Schließungen betroffenen Beschäftigten fiel zwar über die betrachtete Periode durchgehend positiv aus, mit +2.052 Personen im Jahre 2007 und +311 Personen im Jahr 2014 nahm er über den Zeitraum jedoch deutlich ab. Auch österreichweit zeigte sich ein durchwegs positiver, aber deutlich rückläufiger Saldo.

Bundesland Salzburg und Österreich: Unternehmensneugründungen und -schließungen, 2007–2014
2007 2008 2009 2010*  2011 2012 2013 2014* % p. a.
Salzburg
Gründungen gesamt 2.827 3.150 3.139 3.136 3.166 3.142 2.833 2.938  0,6
Index: 2007 = 100 100 111 111 111 112 111 100 104
Herstellung von Waren Index: 2007 = 100 100 102 95 95 100 97 93 97
Herstellung von Waren Anteil an Gesamt (in %) 4,2 3,8 3,6 3,6 3,8 3,7 3,9 3,9
Dienstleistungsbranchen** Index: 2007 = 100 100 112 113 113 114 113 102 105
Dienstleistungsbranchen** Anteil an Gesamt (in %) 87,3 87,9 88,7 88,7 89,0 88,9 88,5 88,1
Schließungen gesamt  1.721  1.910  2.037  2.389  2.384  2.426  2.535 2.544 5,7
Index: 2007 = 100 100 111 118 139 139 141 147 148
Herstellung von Waren Index: 2007 = 100 100 113 106 114 118 113 89 84
Herstellung von Waren Anteil an Gesamt (in %) 5,5 5,5 4,9 4,5 4,7 4,4 3,3 3,1
Dienstleistungsbranchen** Index: 2007 = 100 100 112 119 141 142 144 150 153
Dienstleistungsbranchen** Anteil an Gesamt (in %) 87,2 88,0 87,5 88,7 89,4 89,3 89,1 90,4
Österreich
Gründungen gesamt 39.181 50.421 46.640 48.529 47.742 47.905 44.981 45.865  2,3
Index: 2007 = 100 100 129 119 124 122 122 115 117
Herstellung von Waren Index: 2007 = 100 100 108 96 101 98 100 100 108
Herstellung von Waren Anteil an Gesamt (in %) 3,9 3,2 3,1 3,2 3,1 3,2 3,4 3,6
Dienstleistungsbranchen** Index: 2007 = 100 100 132 122 127 126 126 117 119
Dienstleistungsbranchen** Anteil an Gesamt (in %) 86,7 89,1 88,6 89,1 89,5 89,1 88,4 88,3
Schließungen gesamt  24.673  27.957  30.431  35.738  37.494  36.950  38.781  39.341  6,9
Index: 2007 = 100 100 113 123 145 152 150 157 159
Herstellung von Waren Index: 2007 = 100 100 108 112 117 119 111 91 98
Herstellung von Waren Anteil an Gesamt (in %) 5,3 5,1 4,9 4,3 4,2 4,0 3,1 3,3
Dienstleistungsbranchen** Index: 2007 = 100 100 113 124 147 155 154 163 164
Dienstleistungsbranchen** Anteil an Gesamt (in %) 86,2 86,3 86,6 87,4 88,1 88,9 89,3 88,5

Anmerkungen:
Das Jahr der Neugründung ist jenes Jahr, in dem das Unternehmen zum ersten Mal einen Umsatz erzielte oder erstmals mindestens eine(n) unselbständig Beschäftigte(n) hatte. Eine echte Unternehmensneugründung liegt dann vor, wenn nur ein Unternehmen beteiligt ist und eine Kombination von Produktionsfaktoren – insbesondere Beschäftigung – geschaffen wird. Keine echten Neugründungen sind Zugänge zum Bestand durch z. B. Fusion oder Umstrukturierung, ein bloßer Wechsel der Wirtschaftstätigkeit, der Rechtsform oder des Firmensitzes und das Reaktivieren einer ruhenden Einheit innerhalb von zwei Jahren. Das Jahr der Schließung ist jenes Jahr, in dem das Unternehmen letztmals einen Umsatz erzielte und letztmals unselbständig Beschäftigte hatte. Eine echte Unternehmensschließung liegt vor, wenn nur ein Unternehmen beteiligt ist und eine Kombination von Produktionsfaktoren wegfällt. Abgänge durch z. B. Fusion, Übernahme, Auflösung oder Umstrukturierung sind keine echten Schließungen. Auch ein reiner Wechsel der Wirtschaftstätigkeit, der Rechtsform oder des Firmensitzes wird nicht als Schließung betrachtet. Ein Unternehmen gilt erst dann als geschlossen, wenn es nicht innerhalb von zwei Jahren reaktiviert worden ist. Seit 2015 gelangt eine überarbeitete, verbesserte Methode zur Erstellung der Unternehmensdemografiestatistik zur Anwendung. Wesentliche Änderung war die nunmehrige Möglichkeit der Miterfassung kleiner und kleinster Unternehmen durch den Wegfall der Umsatzgrenze. Die Daten wurden bis einschließlich 2007 mit der neuen Methode rückgerechnet.
(*) Vorläufige Zahlen. Bei der Erstellung der Statistik für das Berichtsjahr 2014 wurden weitere methodische Schritte zur Annäherung der Daten an die Leistungs- und Strukturerhebung gesetzt. Dies wirkt sich mit einem leichten Zeitreihenbruch im Jahr 2013 aus. Die Zahlen sind daher mit den Jahren vor 2013 nur bedingt vergleichbar.
(**) ÖNACE 2008 Kategorien G–N und P–S.
Stand: 02.09.2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Statistik zur Unternehmensdemografie ab 2015.


Bundesland Salzburg und Österreich: Unternehmensneugründungen und -schließungen, 2007–2014
Bundesland Salzburg und Österreich: Unternehmensneugründungen und -schließungen, 2007–2014

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Unternehmensdemografie.


Anmerkung:
(**) Vorläufige Zahlen.


Bundesland Salzburg und Österreich: Unternehmensdemografie: Beschäftigte bei neugegründeten Unternehmen und geschlossenen Unternehmen, 2007–2014
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014* Vrd. % p. a.
Salzburg
Beschäftigte bei neugegründeten Unternehmen 5.008 5.671 5.511 5.215 5.443 5.484 4.739 4.655 -1,0
Index: 2007 = 100 100 113 110 104 109 110 95 93
Beschäftigte bei geschlossenen Unternehmen 2.956 3.575 3.433 3.820 3.947 3.949 3.689 4.344  5,7
Index: 2007 = 100 100 121 116 129 134 134 125 147
Österreich
Beschäftigte bei neugegründeten Unternehmen 69.527 82.667 78.596 77.471 77.636 77.360 71.474 72.851 0,7
Index: 2007 = 100 100 119 113 111 112 111 103 105
Beschäftigte bei geschlossenen Unternehmen 45.551 51.074 51.602 58.431 61.208 58.983 56.593 63.708  4,9
Index: 2007 = 100 100 112 113 128 134 129 124 140

Anmerkungen:
Jeweils Anzahl aller für die Beobachtungseinheit arbeitenden Personen (Selbständige und unselbständig Beschäftigte). Das Jahr der Neugründung ist jenes Jahr, in dem das Unternehmen erstmals mindestens eine(n) unselbständig Beschäftigte(n) hatte und damit zum Arbeitgeberunternehmen wurde. Das Jahr der Schließung ist jenes Jahr, in dem das Arbeitgeberunternehmen letztmals unselbständig Beschäftigte hatte, unabhängig davon, ob das Unternehmen (ohne unselbständig Beschäftigte) weitergeführt wurde oder nicht. Für den Unternehmensfortbestand ist hier das Jahr der Neugründung der betrachteten Unternehmenskohorte auszuwählen. ÖNACE 2008: ohne Gruppe 64.2 „Beteiligungsgesellschaften“.
(*) Vorläufige Zahlen. Bei der Erstellung der Statistik für das Berichtsjahr 2014 wurden weitere methodische Schritte zur Annäherung der Daten an die Leistungs- und Strukturerhebung gesetzt. Dies wirkt sich mit einem leichten Zeitreihenbruch im Jahr 2013 aus. Die Zahlen sind daher mit den Jahren vor 2013 nur bedingt vergleichbar.
Stand: 02.09.2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria STATcube – Statistik zur Unternehmensdemografie ab 2015.
Junge innovative Unternehmen, häufig als „Gazellen“ etikettiert, wachsen überdurchschnittlich schnell, schaffen Arbeitsplätze und zahlen den Beschäftigten relativ hohe Einkommen. Sie sind daher für die Entwicklungsdynamik einer Region von wesentlicher Bedeutung (Dautzenberg et al. 2012; Schlepphorst Schlömer-Laufen 2016). Im Bundesland Salzburg nahm die Zahl dieser „Gazellenunternehmen“ zwischen 2008/11 und 2012/15 um 8,5 Prozent, von 213 auf 231, zu. Österreichweit verlief dieser Zuwachs mit 2,5 Prozent deutlich langsamer. Im genannten Betrachtungszeitraum ging die Anzahl der in diesen Unternehmen unselbständig Beschäftigten im Bundesland Salzburg von 12.616 auf 10.811 recht deutlich, um -14,3 Prozent, zurück. In Österreich insgesamt ist hier ebenfalls ein Rückgang, um -12,3 Prozent, zu registrieren.

Während im Durchschnitt der fünf Beobachtungsperioden das Bundesland Salzburg 228 schnell wachsende Unternehmen aufwies, waren es im Bundesdurchschnitt 2.902 Unternehmen. Damit waren im Betrachtungszeitraum etwa 8 % dieser schnell wachsenden Unternehmen im Bundesland Salzburg angesiedelt. Diese schnell wachsenden Unternehmen zählten im Mittel des Betrachtungszeitraums etwa 11.931 (Salzburg) bzw. 197.621 (Österreich) unselbständig Beschäftigte. Auffällig ist dabei, dass ein durchschnittliches „Gazellenunternehmen“ sowohl im Bundesland Salzburg als auch in Österreich insgesamt im Zeitraum 2012/15 weniger Beschäftigte hatte als noch 2008/11: Im Bundesland Salzburg verringerte sich die Beschäftigtenzahl je „Gazellenunternehmen“ zwischen 2008/11 und 2012/15 von 59 auf 47, in Österreich von 73 auf 63 unselbstständig Beschäftigte.

Bundesland Salzburg und Österreich: Schnell wachsende Unternehmen und unselbstständig Beschäftigte, 2008–2011 – 2012–2015
2008–2011 2009–2012 2010–2013 2011–2014 2012–2015 Vrd. 2008-2011 zu 2012–2015 (in %)
Salzburg
Schnell wachsende Unternehmen 213 242 241 214 231
Index: 2008–11 = 100 100 114 113 100 108  8,5
Unselbstständig Beschäftigte 12.616 13.792 12.134 10.300 10.811
Index: 2008–11 = 100 100 109 96 82 86  -14,3
Österreich
Schnell wachsende Unternehmen 2.775 3.085 2.929 2.878 2.845
Index: 2008–11 = 100 100 111 106 104 103  2,5
Unselbstständig Beschäftigte 202.706 232.437 189.584 185.560 177.816
Index: 2008–11 = 100 100 115 94 92 88  -12,3

Anmerkungen:
Statistik zu schnell wachsenden Unternehmen: Die Statistik zu den schnell wachsenden Unternehmen („High-Growth-Enterprises“) stellt jene Arbeitgeberunternehmen dar, die über einen dreijährigen Zeitraum ein durchschnittliches jährliches Wachstum von mindestens 10 % der Anzahl ihrer unselbständig Beschäftigten aufweisen. Damit die Anteile der schnell wachsenden Unternehmen an der gesamten Anzahl der Arbeitgeberunternehmen nicht verzerrt werden, werden alle Unternehmen ausgeschieden, die zu Beginn der Beobachtungsperiode weniger als zehn unselbständig Beschäftigte aufweisen, da sich bei diesen Unternehmen ein absolut kleiner Beschäftigtenzuwachs in hohen prozentuellen Zuwächsen niederschlagen würde. Unechtes Wachstum ist dann gegeben, wenn der Beschäftigtenzuwachs eines Unternehmens primär durch Zukäufe von Unternehmen oder Fusionen erfolgt. Fälle von „unechtem“ Wachstum müssen daher von der Masse der schnell wachsenden Unternehmen ausgeschieden werden.
Unselbstständig Beschäftigte bei schnell wachsenden Unternehmen: Die Zahl der unselbständig Beschäftigten entspricht der jährlichen durchschnittlichen Anzahl aller für das schnell wachsende Unternehmen arbeitenden Personen. Unselbständig Beschäftigte sind Angestellte, Arbeiter/innen und Lehrlinge, welche in einem aufrechten Arbeitsverhältnis zum Unternehmen stehen und von diesem Lohn oder Gehalt beziehen. Das Beschäftigungsausmaß spielt dabei keine Rolle; es zählen daher auch Teilzeitbeschäftigte, geringfügig Beschäftigte, Saison- und Aushilfskräfte und Ferialpraktikanten und -praktikantinnen zu dieser Gruppe. Außerdem zählen auch im Urlaub oder Krankenstand befindliche Personen, im Mutterschutz befindliche Frauen sowie Personal auf Bau- und Montagestellen und vorübergehend im Ausland Tätige dazu, solange die Bezugsauszahlung vom Unternehmen erfolgt.
Stand: 28.12.2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Statistik zu schnell wachsenden Unternehmen.
Knapp die Hälfte (48 %) der befragten Salzburger Unternehmen hatte im Zeitraum 2012–14 eine oder mehrere Produkt- oder Dienstleistungsinnovationen durchgeführt, also ein neues oder wesentlich verbessertes Produkt- oder Dienstleistungsangebot in die Angebotspalette aufgenommen. Am höchsten war dieser Anteil mit etwa 63 % bei Unternehmen aus dem Herstellungsbereich, danach rangieren mit 61 % Unternehmen aus dem Bereich der wissensbasierten Unternehmensdienstleistungen. Demgegenüber liegt der entsprechende Anteil in der Baubranche mit 23 % deutlich niedriger.

Es zeigt sich, dass das Ausmaß der Aktivitäten im Bereich der Produktinnovationen größenabhängig ist: Während ein Drittel der befragten Kleinstunternehmen im Zeitraum 2012–14 eine oder mehrere Produkt- und/oder Dienstleistungsinnovationen eingeführt hat, waren es unter den befragten Kleinunternehmen bereits etwa 50 %, bei mittleren Unternehmen rund 63 % und unter den Großunternehmen bereits 75 %. Auch hinsichtlich des Unternehmensalters lassen sich hier Unterschiede identifizieren, hier zeigt sich ein gleichsam umgekehrt U-förmiges Muster: Während junge Unternehmen (bis zu zehn Jahren) mit etwa 31 % den geringsten Anteil an produkt- bzw. dienstleistungsinnovierenden Unternehmen aufweisen, waren es unter jenen Unternehmen, die zwischen 31 bis 60 Jahre alt sind, mit etwa 57 % deutlich mehr als die Hälfte. Auch bei den Unternehmen zwischen elf und 30 Jahren gab etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen an, eine solche Innovation eingeführt zu haben. Bei älteren Unternehmen (61 Jahre und älter) fiel der Anteil mit rund 41 % dann wiederum etwas geringer aus.

Bundesland Salzburg: Produkt- und Dienstleistungsinnovatoren nach Branche, Größe und Alter, 2012/14
Anzahl in %* aller Unternehmen in %* innerhalb jeweiliger Kategorie
Gesamt 141 48,3 -
Nach Branche**
Herstellung von Waren 59 20,2 62,8
Bau 16 5,5 22,5
Wissensbasierte Unternehmensdienstleistungen 34 11,6 60,7
Nach Größe**
Kleinstunternehmen (5–9 Beschäftigte) 27 9,2 33,3
Kleinunternehmen (10–49 Beschäftigte) 82 28,1 50,3
Mittlere Unternehmen (50–249 Beschäftigte) 20 6,8 62,5
Großunternehmen (ab 250 Beschäftigten) 12 4,1 75,0
Nach Alter***
Jung (bis 10 Jahre) 11 3,9 31,4
11 bis 30 Jahre 60 21,1 51,7
31 bis 60 Jahre 48 16,9 57,1
Alt (61 Jahre und älter) 20 7,0 40,8

Anmerkungen:
(*) Gültige Prozent, da n je nach Antwort- und Gliederungskategorie variiert.
(**) n = 292.
(***) n = 284.

Quelle: Fachhochschule Salzburg – Innovationsbefragung 2015.
Prozess- und Verfahrensinnovationen umfassen ein relativ breites Spektrum, von der Einführung neuer oder merklich verbesserter Prozesse und Herstellungsmethoden über neue oder merklich verbesserte logistische Verfahren, Liefer- oder Vertriebsmethoden bis hin zu neuen oder merklich verbesserten unterstützenden Aktivitäten für Prozesse und Verfahren. Etwa 10 % der befragten Salzburger Unternehmen gaben an, in den Jahren 2012 bis 2014 das gesamte Spektrum an Prozess- und Verfahrensneuheiten eingeführt zu haben. 24 % der Unternehmen führten zwei der drei Neuerungen ein.

Besonders häufig wurden hier neue oder merklich verbesserte unterstützende Aktivitäten umgesetzt, beinahe die Hälfte (49,3 %) aller befragten Unternehmen gab an, eine oder mehrere Innovationen dieser Art eingeführt zu haben – ein Umstand, der allerdings auch vor dem Hintergrund zu interpretieren ist, dass auch zahlreiche kleinere Neuerungen (wie etwa im EDV-Bereich) zu dieser Innovationsart zählen. Rund 34 % der befragten Unternehmen gab an, eine oder mehrere neue oder merklich verbesserte Herstellungsmethoden eingeführt zu haben, etwa 23 % nannten neue oder merklich verbesserte logistische Verfahren bzw. Liefer- oder Vertriebsmethoden.

Erwartungsgemäß zeigt sich, dass Unternehmen aus dem Bereich der Herstellung von Waren am häufigsten Prozess- und Verfahrensinnovation implementiert haben, knapp 53 % der Unternehmen dieser Branche haben neue oder merklich verbesserte Herstellungsmethoden, knapp 52 % unterstützende Aktivitäten eingeführt. Nach der Größe der Unternehmen differenziert ergibt sich das Bild eines deutlich positiven Zusammenhangs zwischen der Unternehmensgröße und dem Anteil der im Bereich Prozess- und Verfahrensinnovationen aktiven Unternehmen. So stieg der Anteil der innovationsaktiven Unternehmen sowohl bei den neuen bzw. merklich verbesserten Herstellungsmethoden als auch hinsichtlich der neuen logistischen Verfahren, Liefer- oder Vertriebsmethoden von den Kleinstunternehmen zu den Großunternehmen kontinuierlich an. Hinsichtlich der neuen oder merklich verbesserten unterstützenden Aktivitäten zeigte sich hingegen ein etwas größerer Anteil innovierender mittelgroßer Unternehmen (rund 69 %), während es unter den Großunternehmen nur etwa 63 % waren, die in den Jahren 2012 bis 2014 eine oder mehrere Neuerungen dieser Art hervorbrachten. Jedoch lag auch bei dieser Art der Neuerung der Anteil der innovationsaktiven Unternehmen innerhalb der Kleinst- und Kleinunternehmen deutlich unter jenem der mittleren und Großunternehmen.

Mit Blick auf das Alter zeigte sich hingegen kein eindeutiges Muster. So lag der Anteil innovationsaktiver Unternehmen bei den neuen/merklich verbesserten logistischen Verfahren, Liefer- oder Vertriebsmethoden zwischen etwa 22 % und rund 26 %, bei neuen oder merklich verbesserten Herstellungsmethoden zwischen 31 % und 34 %, lediglich die Unternehmen, die 61 Jahre oder länger existieren, wiesen bezüglich letztgenannten mit gut 42 % einen deutlich höheren Anteil auf. Auf neue oder merklich verbesserte unterstützende Aktivitäten scheinen insbesondere jüngere Unternehmen zurückgegriffen zu haben. Der Anteil der Unternehmen, der solche Prozess- und Verfahrensinnovationen durchgeführt hat, lag bei den Unternehmen mit einem Lebensalter bis zehn Jahre bei 60 %, bei den anderen „Altersgruppen“ lagen diese Werte zwischen 44 % und 54 %.

Bundesland Salzburg: Prozess- und Verfahrensinnovationen nach Branche, Größe und Alter, 2012/14
Neue oder merklich verbesserte Methoden der Herstellung von Waren/Dienstleistungen Neue oder merklich verbesserte logistische Verfahren, Liefer- oder Vertriebsmethoden für Waren/Dienstleistungen Neue oder merklich verbesserte unterstützende Aktivitäten für Prozesse und Verfahren
Anzahl in %* aller Unter. in %* jew. Kat. Anzahl in %* aller Unter. in %* jew. Kat. Anzahl in %* aller Unter. in %* jew. Kat.
Gesamt 97 34,3 - 66 23,2 141 49,3 -
Nach Branche**
Herstellung von Waren 48 16,9 52,7 25 8,8 27,2 47 16,4 51,6
Bau 14 4,9 19,7 15 5,3 21,1 29 10,1 40,8
Wissensbasierte Unternehmensdienstleistungen 17 6,0 32,1 9 3,2 17,0 27 9,4 50,9
Nach Größe**
Kleinstunternehmen (5–9 Beschäftigte) 24 8,5 30,4 11 3,9 13,9 30 10,5 39,5
Kleinunternehmen (10–49 Beschäftigte) 51 18,0 32,1 39 13,7 24,7 79 27,6 48,8
Mittlere Unternehmen (50–249 Beschäftigte) 14 4,9 45,2 10 3,5 31,3 22 7,7 68,8
Großunternehmen (ab 250 Beschäftigten) 8 2,8 57,1 6 2,1 40,0 10 3,5 62,5
Nach Alter***
Jung (bis 10 Jahre) 11 4,0 32,4 8 2,9 23,5 21 7,6 60,0
11 bis 30 Jahre 39 14,2 34,2 25 9,1 21,9 49 17,6 44,1
31 bis 60 Jahre 25 9,1 30,9 19 6,9 23,5 45 16,2 54,2
Alt (61 Jahre und älter) 19 6,9 42,2 12 4,3 25,5 23 8,3 46,9

Anmerkungen:
(*) Gültige Prozent, da n je nach Antwort- und Gliederungskategorie variiert. Die Prozentangaben summieren sich nicht zu 100 %, da ein Unternehmen mehrere der gefragten Prozess- und Verfahrensinnovationen eingeführt haben kann.
(**) n = 283, 284 und 286
(***) n = 274, 276 und 278

Quelle: Fachhochschule Salzburg – Innovationsbefragung 2015.
Neue oder merklich verbesserte Methoden der Herstellung von Waren/Dienstleistungen Neue oder merklich verbesserte logistische Verfahren, Liefer- oder Vertriebsmethoden für Waren/Dienstleistungen Neue oder merklich verbesserte unterstützende Aktivitäten für Prozesse und Verfahren
Anzahl in %* aller Unter. in %* jew. Kat. Anzahl in %* aller Unter. in %* jew. Kat. Anzahl in %* aller Unter. in %* jew. Kat.
Gesamt 97 34,3 - 66 23,2 141 49,3 -
Nach Branche**
Herstellung von Waren 48 16,9 52,7 25 8,8 27,2 47 16,4 51,6
Bau 14 4,9 19,7 15 5,3 21,1 29 10,1 40,8
Wissensbasierte Unternehmensdienstleistungen 17 6,0 32,1 9 3,2 17,0 27 9,4 50,9
Nach Größe**
Kleinstunternehmen (5–9 Beschäftigte) 24 8,5 30,4 11 3,9 13,9 30 10,5 39,5
Kleinunternehmen (10–49 Beschäftigte) 51 18,0 32,1 39 13,7 24,7 79 27,6 48,8
Mittlere Unternehmen (50–249 Beschäftigte) 14 4,9 45,2 10 3,5 31,3 22 7,7 68,8
Großunternehmen (ab 250 Beschäftigten) 8 2,8 57,1 6 2,1 40,0 10 3,5 62,5
Nach Alter***
Jung (bis 10 Jahre) 11 4,0 32,4 8 2,9 23,5 21 7,6 60,0
11 bis 30 Jahre 39 14,2 34,2 25 9,1 21,9 49 17,6 44,1
31 bis 60 Jahre 25 9,1 30,9 19 6,9 23,5 45 16,2 54,2
Alt (61 Jahre und älter) 19 6,9 42,2 12 4,3 25,5 23 8,3 46,9

Anmerkungen:
(*) Gültige Prozent, da n je nach Antwort- und Gliederungskategorie variiert. Die Prozentangaben summieren sich nicht zu 100 %, da ein Unternehmen mehrere der gefragten Prozess- und Verfahrensinnovationen eingeführt haben kann.
(**) n = 283, 284 und 286
(***) n = 274, 276 und 278

Quelle: Fachhochschule Salzburg – Innovationsbefragung 2015.
Unter organisatorischen Innovationen werden neue Geschäftspraktiken mit dem Ziel der Modernisierung von organisatorischen Abläufen, neue Methoden der Arbeitsorganisation und Entscheidungsfindung sowie neue Kooperationen mit anderen Unternehmen oder neue Beziehungen zu öffentlichen Einrichtungen verstanden. 41 % der befragten Salzburger Unternehmen gaben an, sie hätten in den Jahren 2012 bis 2014 eine (oder mehrere) neue Geschäftspraktik(en) eingeführt. Etwas mehr, rund 46 %, nannte neue Methoden der Arbeitsorganisation und Entscheidungsfindung und 43 % führten an, sie wären in den Jahren 2012 bis 2014 eine (oder mehrere) neue Kooperation(en) mit anderen Unternehmen eingegangen oder hätten neue Beziehungen zu öffentlichen Einrichtungen etabliert. Differenziert nach Branchen fallen die Unterschiede hinsichtlich des Umfangs organisatorischer Innovationen deutlich geringer aus als hinsichtlich der Prozess- und Verfahrensinnovationen. Der Anteil der Unternehmen mit organisatorischen Innovationen innerhalb der Warenherstellung lag sowohl bei neuen Kooperationen als auch bei den neuen Methoden der Arbeitsorganisation und Entscheidungsfindung jeweils knapp unter dem Durchschnittswert, er wies bei den neuen Geschäftspraktiken jedoch einen Wert auf, der fast sieben Prozentpunkte über dem Durchschnitt lag. Die Baubranche verzeichnete erneut durchgehend unterdurchschnittliche Anteilswerte innovierender Unternehmen auf, wobei die Differenz zum Durchschnitt bezüglich der neuen Geschäftspraktiken mit über elf Prozentpunkten am höchsten ausfiel. Demgegenüber konnten bei den wissensbasierten Unternehmensdienstleistungen jeweils überdurchschnittliche Anteilswerte beobachtet werden. Insbesondere die hohe Differenz bezüglich neuer Kooperationen mit anderen Unternehmen bzw. neuer Beziehungen zu öffentlichen Einrichtungen fällt auf. Diese Art der organisatorischen Innovation scheint für wissensbasierte Dienstleistungen eine herausragende Rolle zu spielen. Beinahe 56 % der befragten Unternehmen dieser Branchengruppe gab an, eine oder mehrere Neuerungen dieser Art eingeführt zu haben – ein Anteil, der beinahe 13 Prozentpunkte über dem Durchschnittswert lag.

Die Unternehmensgröße stellt offenkundig auch hinsichtlich organisatorischer Innovationen einen wesentlichen Einflussfaktor dar, stieg doch der Anteil innovierender Unternehmen mit der Unternehmensgröße an. Dabei fiel der Anteilsunterschied zwischen Kleinst- und Großunternehmen bei neuen Geschäftspraktiken mit rund 47 Prozentpunkten am höchsten aus. Weniger ausgeprägt, aber dennoch auffällig, sind diese Anteilsunterschiede zwischen Kleinst- und Großunternehmen auch bei neuen Methoden der Arbeitsorganisation und neuen Kooperationen (rund 24 bzw. etwa 16 Prozentpunkte).

Weniger deutlich sind erneut die Ergebnisse hinsichtlich des Unternehmensalters. Auffällig ist jedoch, dass der Anteil der Unternehmen mit neuen Methoden der Arbeitsorganisation und Entscheidungsfindung und jener mit neuen Kooperationen jeweils bei den jungen Unternehmen (bis zu zehn Jahren) am höchsten ausfiel (etwa 54 % bzw. rund 57 %). Hinsichtlich neuer Geschäftspraktiken zeigte sich demgegenüber ein umgekehrtes Bild. Nannten etwa 43 % der jungen Unternehmen (bis 10 Jahren) diese organisatorische Innovationsart, waren es unter den alten Unternehmen (61 Jahre und älter) etwa 51 %.

Bundesland Salzburg: Organisatorische Innovationen nach Branche, Größe und Alter, 2012/14
Neue Geschäftspraktiken, um die Organisationsabläufe zu organisieren Neue Methoden der Arbeitsorganisation und Entscheidungsfindung Neue Kooperationen mit anderen Unternehmen oder neue Beziehungen zu öffentlichen Einrichtungen
Anzahl in %* aller Unter. in %* jew. Kat. Anzahl in %* aller Unter. in %* jew. Kat. Anzahl in %* aller Unter. in %* jew. Kat.
Gesamt 117 41,2 - 127 45,5 - 123 43,0 -
Nach Branche**
Herstellung von Waren 44 15,5 47,8 41 14,7 44,1 40 14,0 42,1
Bau 20 7,0 29,9 27 9,7 41,5 25 8,7 36,8
Wissensbasierte Unternehmensdienstleistungen 23 8,1 41,8 28 10,0 52,8 30 10,5 55,6
Nach Größe**
Kleinstunternehmen (5–9 Beschäftigte) 20 7,0 26,0 27 9,7 36,0 32 11,2 40,5
Kleinunternehmen (10–49 Beschäftigte) 66 23,2 41,3 72 25,8 45,6 64 22,4 40,3
Mittlere Unternehmen (50–249 Beschäftigte) 20 7,0 62,5 19 6,8 61,3 18 6,3 56,3
Großunternehmen (ab 250 Beschäftigten) 11 3,9 73,3 9 3,2 60,0 9 3,1 56,3
Nach Alter***
Jung (bis 10 Jahre) 15 5,4 42,9 19 7,0 54,3 20 7,2 57,1
11 bis 30 Jahre 43 15,6 38,7 46 17,0 43,0 47 16,9 42,0
31 bis 60 Jahre 33 12,0 39,8 40 14,8 48,8 35 12,6 42,7
Alt (61 Jahre und älter) 24 8,7 51,1 20 7,4 42,6 20 7,2 40,8
Anmerkungen:
(*) Gültige Prozent, da n je nach Antwort- und Gliederungskategorie variiert. Die Prozentangaben summieren sich nicht zu 100 %, da ein Unternehmen mehrere der gefragten Prozess- und Verfahrensinnovationen eingeführt haben kann.
(**) n = 283, 284 und 286
(***) n = 274, 276 und 278

Quelle: Fachhochschule Salzburg – Innovationsbefragung 2015.
Neue oder merklich verbesserte Methoden der Herstellung von Waren/Dienstleistungen Neue oder merklich verbesserte logistische Verfahren, Liefer- oder Vertriebsmethoden für Waren/Dienstleistungen Neue oder merklich verbesserte unterstützende Aktivitäten für Prozesse und Verfahren
Anzahl in %* aller Unter. in %* jew. Kat. Anzahl in %* aller Unter. in %* jew. Kat. Anzahl in %* aller Unter. in %* jew. Kat.
Gesamt 97 34,3 - 66 23,2 141 49,3 -
Nach Branche**
Herstellung von Waren 48 16,9 52,7 25 8,8 27,2 47 16,4 51,6
Bau 14 4,9 19,7 15 5,3 21,1 29 10,1 40,8
Wissensbasierte Unternehmensdienstleistungen 17 6,0 32,1 9 3,2 17,0 27 9,4 50,9
Nach Größe**
Kleinstunternehmen (5–9 Beschäftigte) 24 8,5 30,4 11 3,9 13,9 30 10,5 39,5
Kleinunternehmen (10–49 Beschäftigte) 51 18,0 32,1 39 13,7 24,7 79 27,6 48,8
Mittlere Unternehmen (50–249 Beschäftigte) 14 4,9 45,2 10 3,5 31,3 22 7,7 68,8
Großunternehmen (ab 250 Beschäftigten) 8 2,8 57,1 6 2,1 40,0 10 3,5 62,5
Nach Alter***
Jung (bis 10 Jahre) 11 4,0 32,4 8 2,9 23,5 21 7,6 60,0
11 bis 30 Jahre 39 14,2 34,2 25 9,1 21,9 49 17,6 44,1
31 bis 60 Jahre 25 9,1 30,9 19 6,9 23,5 45 16,2 54,2
Alt (61 Jahre und älter) 19 6,9 42,2 12 4,3 25,5 23 8,3 46,9

Anmerkungen:
(*) Gültige Prozent, da n je nach Antwort- und Gliederungskategorie variiert.
(**) n = 284, 279 und 286.
(***) n = 284,279 und 286.
(****) n = 276, 271 und 278.
Die Prozentangaben summieren sich nicht zu 100 %, da ein Unternehmen mehrere dieser Innovationen eingeführt haben kann.

Quelle: Fachhochschule Salzburg – Innovationsbefragung 2015.
Die im Rahmen der Innovationserhebung befragten Salzburger Unternehmen gaben an, dass sie mit den von ihnen eingeführten Produkt- und Dienstleistungsinnovationen im Zeitraum 2012 bis 2014 etwa ein Fünftel ihrer Umsatzerlöse realisierten. Dabei zeigen sich je nach Branche deutliche Unterschiede. Die höchsten Anteile wiesen mit knapp 27 % Unternehmen aus dem Bereich der wissensintensiven Dienstleistungen auf, danach rangieren Unternehmen der Warenherstellung mit knapp 19 %, während der entsprechende Anteil von Bauunternehmen mit knapp 14 % am niedrigsten ausfiel.

Nach Größenklassen gegliedert zeigt sich zwar kein eindeutiges Muster, auffällig ist jedoch, dass der Median von Kleinstunternehmen deutlich unter jenem der Gruppe der Großunternehmen lag – die Differenz betrug neun Prozentpunkte. Dennoch lagen die Mittelwerte dieser zwei Gruppen beinahe gleichauf (16,5 % bzw. 16,6 %). Den höchsten Mittelwert wies die Gruppe der Kleinunternehmen auf. Dieser lag mit 23,5 % deutlich über den jeweiligen Werten der Gruppe der Kleinst- und der Großunternehmen.

Auch hinsichtlich des Unternehmensalters zeigt sich kein erkennbares Muster. Den höchsten Median wies die Gruppe der 11- bis 30-jährigen Unternehmen auf (20 %), der höchste Mittelwert fand sich hingegen bei den jungen Unternehmen (bis 10 Jahren) – er lag bei 33 %. Die Gruppe der alten Unternehmen (61 Jahre und älter) wies demgegenüber unterdurchschnittliche Werte auf.

Bundesland Salzburg: Anteil der Produkt-/Dienstleistungsinnovationen an den Umsatzerlösen, nach Branche, Größe und Alter, 2012/14
Mittelwert (in %) Median (in %) n
Gesamt 21,4 15,0 130
Nach Branche
Herstellung von Waren 18,7 13,5 52
Bau 13,6 10,0 16
Wissensbasierte Unternehmensdienstleistungen 26,6 15,0 32
Nach Größe
Kleinstunternehmen (5–9 Beschäftigte) 16,5 11,0 26
Kleinunternehmen (10–49 Beschäftigte) 23,5 15,0 74
Mittlere Unternehmen (50–249 Beschäftigte) 22,4 12,0 19
Großunternehmen (ab 250 Beschäftigten) 16,6 20,0 11
Nach Alter
Jung (bis 10 Jahre) 33,0 10,0 11
11 bis 30 Jahre 24,9 20,0 57
31 bis 60 Jahre 15,7 12,0 41
Alt (61 Jahre und älter) 17,1 12,5 20

Anmerkungen:
Der von den befragten Unternehmen angegebene Prozentwert bezog sich auf den Gesamtzeitraum 2012 bis 2014.
Stand: November 2016.

Quelle: Fachhochschule Salzburg – Innovationsbefragung 2015.
Prozessinnovationen weisen einen Doppelcharakter auf, sie können sowohl kostensenkende als auch qualitätsverbessernde Wirkungen haben. Die Senkung der durchschnittlichen Kosten pro erstellter Einheit stellt einen Beitrag zur Verbesserung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit dar und ist insofern von Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Die von den befragten Salzburger Unternehmen eingeführten Prozess- und Verfahrensneuheiten führten zu einer Kostenreduktion von etwa 11 %. Eine Differenzierung nach Branchengruppen zeigte relativ geringe Unterschiede, bei den Unternehmen aus dem Bereich wissensbasierter Dienstleistungen belief sich der Umfang der so realisierten Kostensenkungen auf knapp 15 %, bei jenen aus dem Bereich der Warenherstellung auf 10 % und bei Bauunternehmen auf 9 %. Hinsichtlich der Unternehmensgröße weisen die Kleinunternehmen mit knapp 13 % und mit Blick auf das Unternehmensalter die bis zu zehn Jahre alten Unternehmen mit gut 15 % deutlich überdurchschnittlich hohe realisierte Kostensenkungen auf.

Bundesland Salzburg: Kostenreduktion durch Prozess- und Verfahrensinnovationen nach Branche, Größe und Alter, 2012/14
Mittelwert (in %) Median (in %) n
Gesamt 11,2 10,0 149
Nach Branche
Herstellung von Waren 10,2 10,0 53
Bau 9,0 10,0 32
Wissensbasierte Unternehmensdienstleistungen 14,7 10,0 27
Nach Größe
Kleinstunternehmen (5–9 Beschäftigte) 9,4 10,0 35
Kleinunternehmen (10–49 Beschäftigte) 12,8 10,0 80
Mittlere Unternehmen (50–249 Beschäftigte) 8,6 5,0 23
Großunternehmen (ab 250 Beschäftigten) 10,3 10,0 11
Nach Alter
Jung (bis 10 Jahre) 15,2 10,0 19
11 bis 30 Jahre 11,9 10,0 54
31 bis 60 Jahre 10,3 10,0 44
Alt (61 Jahre und älter) 8,5 5,0 29

Anmerkungen:
Die Kostenreduktion wurde von den befragten Unternehmen als % der Aufwendungen vor Einführung der Prozess- und Verfahrensneuheiten angegeben.

Quelle: Fachhochschule Salzburg – Innovationsbefragung 2015.
Hochentwickelte Volkswirtschaft und Regionen haben komparative Vorteile bei wissens- und forschungsintensiven Waren. Dementsprechend gibt die Struktur des Exportwarenkorbs einen ersten Fingerzeig zur Positionierung einer Volkswirtschaft bzw. Region im internationalen Qualitäts- und Preiswettbewerb, da sich hier die Ausstattungsvorteile eines hohen Niveaus des technischen Know-hows, hoher FuE-Ausgaben, eines innovativen Leistungsangebots und hoher Qualifikationen der Beschäftigten, niederschlagen.

Vor diesem Hintergrund zeigt sich, dass der Anteil (ausgewählter) wissensintensiver Warengruppen im Salzburger Exportwarenkorb zwischen 2010 und 2015 – mit leichten Schwankungen – im Durchschnitt 49,3 % betrug. Er liegt damit deutlich unter dem entsprechenden Anteil von Österreich insgesamt, der sich auf 56,0 % belief. Im zeitlichen Verlauf ist dabei zwischen 2010 und 2015 für das Bundesland Salzburg ein leichter Rückgang von 0,3 Prozentpunkten, für Österreich insgesamt hingegen ein Zuwachs von 2,3 Prozentpunkten zu registrieren. Im Betrachtungszeitraum hat sich insofern der Grad, in dem die Exportwarenkörbe des Bundeslandes Salzburg und Österreichs insgesamt durch wissensintensive Außenhandelsgüter geprägt werden, offenbar auseinanderentwickelt.

Eine Differenzierung nach Gütergruppen zeigt, dass im Bundesland Salzburg unter den wichtigsten wissensintensiven Warengruppen die Warengruppe elektrische Maschinen und elektronische Waren (KN 2 Kategorie 85) mit über fünf Prozentpunkten einen deutlichen Anteilsrückgang verzeichnete. Damit ist der entsprechende Anteil im Salzburger Exportwarenkorb, der im Jahre 2010 mit über 15 % noch deutlich höher lag als im österreichischen Exportwarenkorb insgesamt, auf das österreichische 10%-Niveau zurückgegangen. Einen relativ konstant hohen Anteil mit durchschnittlich fast 17 % weisen demgegenüber im Betrachtungszeitraum die Maschinenbauerzeugnisse (Warengruppe 84 Kernreaktoren, Kessel, Maschinen, mechanische Geräte) auf. Dieser Wert lag etwas unter dem gesamtösterreichischen Anteilswert, der gleichzeitig gut 18 % betrug.

Überdurchschnittlich zugenommen hat hingegen die Bedeutung der Erzeugnisse der österreichischen Kfz-Zuliefererindustrie (Warengruppe KN 2 Kategorie 87 Zugmaschinen, Kraftwagen, -räder, Fahrräder) im Salzburger Exportwarenkorb; der entsprechende Anteil stieg hier von knapp 10 % im Jahre 2010 auf gut 14 % im Jahre 2015. Insgesamt lässt sich anhand der Anteile der Top Fünf der wissensintensiven Warengruppen am Exportwarenkorb im Jahre 2015 zeigen, dass sich das Spezialisierungsmuster des Bundeslandes Salzburgs mit jenem Österreichs insgesamt deckt, mit Ausnahme der Warengruppe „Kfz und Kfz-Teile“, bei der der Anteil am Salzburger Exportwarenkorb deutlich oberhalb des österreichischen Anteilswertes liegt.

Bundesland Salzburg und Österreich: Anteile ausgewählter wissensintensiver Warengruppen am Exportwarenkorb, 2010–15
2010 2011 2012  2013 2014 2015* Vrd. 10/15 (in PP)
Salzburg (in %)
Gesamt 49,5 50,5 49,7 48,2 48,5 49,2
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) 1,0 -0,8 -1,5 0,3 0,7 -0,3
28, 29, 38 Chemische Erzeugnisse und versch. Erzeugnisse der chemischen Industrie 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5 0,0
30 Pharmazeutische Erzeugnisse 0,9 1,2 1,4 1,5 1,4 1,1 0,2
40, 39 Kautschuk, Kunststoffe und Waren daraus 4,1 3,9 3,9 4,1 4,3 4,0 -0,1
84 Kernreaktoren, Kessel, Maschinen, mechanische Geräte; Teile davon 15,9 17,1 17,6 17,0 16,9 17,0 1,1
85 Elektrische Maschinen, elektrotechnische Waren; Teile davon 15,3 13,4 11,6 11,1 10,4 10,2 -5,1
86 Schienenfahrzeuge; Gleismaterial; mechanische Signalgeräte 0,3 0,2 0,2 0,2 0,3 0,3 0
87 Zugmaschinen, Kraftwagen, -räder, Fahrräder; Teile davon 9,8 11,4 11,4 10,7 11,9 14,1 4,3
88 Luftfahrzeuge und Raumfahrzeuge; Teile davon 0,1 0,1 0,2 0,1 0,2 0,1 0
90 Optische, foto-/kinematografische Geräte; Mess-, Prüfinstrumente; Teile davon 2,5 2,7 2,8 2,9 2,6 2,0 -0,5
Österreich (in %)
Gesamt 54,9 54,6 55,3 56,7 57,0 57,2
Vrd. zum Vorjahr (in Prozentpunkten) -0,3 0,7 1,4 0,3 0,2 2,3
28, 29, 38 Chemische Erzeugnisse und versch. Erzeugnisse der chemischen Industrie 2,8 2,8 3,2 3,3 3,7 3,4 0,6
30 Pharmazeutische Erzeugnisse 5,4 5,2 5,3 5,3 5,5 5,6 0,2
40, 39 Kautschuk, Kunststoffe und Waren daraus 5,3 5,2 5,1 5,2 5,2 5,2 -0,1
84 Kernreaktoren, Kessel, Maschinen, mechanische Geräte; Teile davon 17,7 17,9 18,1 17,9 18,3 18,4 0,7
85 Elektrische Maschinen, elektrotechnische Waren; Teile davon 10,8 10,3 10,1 10,2 10,3 10,6 -0,2
86 Schienenfahrzeuge; Gleismaterial; mechanische Signalgeräte 1,4 1,1 1,0 1,2 1,2 1,0 -0,4
87 Zugmaschinen, Kraftwagen, -räder, Fahrräder; Teile davon 8,4 8,9 8,8 9,5 9,3 9,5 1,1
88 Luftfahrzeuge und Raumfahrzeuge; Teile davon 0,6 0,6 0,9 1,3 0,8 1,0 0,4
90 Optische, foto-/kinematografische Geräte; Mess-, Prüfinstrumente; Teile davon 2,5 2,5 2,7 2,8 2,7 2,8 0,3

Anmerkungen:
Zuordnung der Warengruppen auf Basis KN 2 Kategorien.
(*) Vorläufige Zahlen.
PP = Prozentpunkte.
Stand: November 2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Außenhandelsstatistik.


Bundesland Salzburg und Österreich: Anteile der Top Fünf der wissensintensiven Warengruppen am Exportwarenkorb, 2015
Bundesland Salzburg und Österreich: Anteile der Top Fünf der wissensintensiven Warengruppen am Exportwarenkorb, 2015

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Außenhandelsstatistik.


Anmerkungen:
Außenhandelsanteile: Anteil an Ausfuhrwert
Top Fünf ausgewählter wissensintensiver Warengruppen: Zuordnung auf Basis KN 2 Kategorien für 2015 vorläufige Zahlen
Stand: November 2016
Von den im Rahmen der Innovationserhebung (Steiner, Schwingsmehl 2017) befragten Salzburger Unternehmen gaben etwa 19 % an, sie hätten in den Jahren 2012 bis 2014 Patente, Musterschutz, Urheberrechte, Marken oder sonstige formale Schutzmechanismen angemeldet. Mit fast 30 % fiel der Anteil von Unternehmen mit einer solchen Anmeldung in der Branche der wissensbasierten Unternehmensdienstleistungen am höchsten aus. Danach rangieren Unternehmen aus dem Bereich der Warenherstellung mit einem Anteil von gut 23 %, während hier lediglich ein Bauunternehmen aktiv war.

Eine Differenzierung nach Unternehmensgröße zeigt, dass der Anteil der Unternehmen, die von einem solchen Schutz Gebrauch gemacht haben, mit steigender Unternehmensgröße deutlich zunimmt. Hinsichtlich einer Unterscheidung nach Unternehmensalter zeigt sich kein derart eindeutiges Muster. Hier wies lediglich die Gruppe der Unternehmen mit einem Alter zwischen 31 und 60 Jahren einen mit gut 24 % deutlich über dem Durchschnitt liegenden Wert auf.

Bundesland Salzburg: Anmeldung von Schutzmechanismen nach Branche, Größe und Alter, 2012/14
Anzahl in %* aller Unternehmen in %* innerhalb jeweiliger Kategorie
Gesamt 52 18,6 -
Nach Branche**
Herstellung von Waren 22 7,9 23,4
Bau 1 0,4 1,5
Wissensbasierte Unternehmensdienstleistungen 16 5,7 29,6
Nach Größe**
Kleinstunternehmen (5–9 Beschäftigte) 3 1,1 3,9
Kleinunternehmen (10–49 Beschäftigte) 30 10,8 19,1
Mittlere Unternehmen (50–249 Beschäftigte) 12 4,3 38,7
Großunternehmen (ab 250 Beschäftigten) 7 2,5 50,0
Nach Alter***
Jung (bis 10 Jahre) 6 2,2 18,8
11 bis 30 Jahre 16 5,9 14,8
31 bis 60 Jahre 20 7,4 24,4
Alt (61 Jahre und älter) 8 3,0 16,3

Anmerkungen:
Schutzmechanismen: Patente, Musterschutz, Urheberrechte (Copyright), Marken oder sonstige formale Schutzmechanismen.
(*) Gültige Prozent, da n je nach Antwort- und Gliederungskategorie variiert.
(**) n = 279.
(***) n = 271.

Quelle: Fachhochschule Salzburg – Innovationsbefragung 2015.


Die Anzahl der Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt (EPA) je Mio. Einwohner/innen lag im Bundesland Salzburg im Zeitraum 2002–12 bei jährlich 175 Anmeldungen und belief sich damit auf 90 % des entsprechenden Wertes von Österreich insgesamt (194). Im Betrachtungszeitraum lagen diese Patentanmeldungen je Mio. Einwohner/innen im Bundesland Salzburg nur einmal, im Jahre 2007, oberhalb des österreichweiten Wertes, im Jahre 2002 erreichten sie mit 128 Anmeldungen 80 % und im Jahre 2012 mit 143 Anmeldungen 74 % des österreichischen Durchschnittswertes.

Die zeitliche Entwicklung verdeutlicht, dass die Anzahl der Patentanmeldungen je Mio. Einwohner/innen sowohl im Bundesland Salzburg als auch im österreichischen Durchschnitt deutlich zugenommen hat: Wurden im Jahr 2002 in Salzburg etwa 128 Patente je Mio. Einwohner/innen angemeldet, so stieg diese Zahl bis 2012 auf 143 deutlich, um 1,1 % p. a., an. Dabei fiel das jahresdurchschnittliche Wachstum in Österreich insgesamt mit 1,8 % deutlich höher aus. Im Vergleich der Jahre 2002 und 2012 hat insofern der Rückstand des Bundeslandes Salzburg bei den Patentaktivtäten deutlich zugenommen.

Bundesland Salzburg und Österreich: Anzahl der Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt je Mio. Einwohner/innen, 2002–12
2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 % p. a.
Salzburg
Gesamt 128,2 158,0 155,7 163,8 196,2 230,4 189,0 192,5 175,8 194,2 142,8 1,1
Vrd. zum Vorjahr (in %) 23,2 -1,5 5,2 17,4 -18,0 1,9 -8,7 10,5 22 -26,5
Hightech 9,8 22,6 11,5 13,9 27,3 22,8 10,6 30,5 11,1 14,6 9,9 0,1
IuK* 24,6 49,3 32,9 33,1 44,3 47,2 28,7 36,2 21,4 29,4 19,7 -2,2
Biotechnologie 4,0 0,6 4,7 4,6 7,7 16,3 2,4 7,6 2,7 6,9 2,5 -4,6
Österreich
Gesamt 160,0 171,9 177,6 186,5 212,5 208,0 196,0 204,6 210,7 214,2 190,9 1,8
Vrd. zum Vorjahr (in %) 7,4 3,3 5,0 13,9 -2,1 -5,8 4,4 3,0 1,7 -10,9
Hightech 27,7 29,7 24,4 29,2 36,9 36,5 22,7 26,0 22,7 25,8 23,3 -1,7
IuK* 39,3 38,9 38,7 41,8 50,5 48,1 38,2 43,2 37,9 42,6 37,7 -0,4
Biotechnologie 7,9 12,2 8,0 8,4 11,3 15,6 11,4 10,1 11,0 12,8 10,1 2,5

Anmerkungen:
Patentanmeldungen nach Prioritätsjahr.
(*) Informations- und Kommunikationstechnologie.
Stand: 29.04.2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Eurostat – EPA-Statistik.


Von den betrachteten Unterkategorien – High-Tech, IuK und Biotechnologie – wiesen im Bundesland Salzburg die IuK-Patente beim EPA den höchsten Anteil, Patente im Bereich der Biotechnologie den geringsten Anteil auf. Zudem ist ersichtlich, dass die High-Tech Patente als einzige hier ausgewiesene Patentkategorie über den betrachteten Zeitraum im Bundesland Salzburg ein Wachstum verzeichneten. Anmeldungen von IuK-Patenten sowie von Patenten im Bereich der Biotechnologie gingen hingegen deutlich zurück (jahresdurchschnittlich um -2,2 % bzw. -4,6%). Während die Anzahl der Anmeldungen von Hightech-Patenten beim EPA im Bundesland Salzburg im Betrachtungszeitraum, wenn auch nur in sehr geringem Maße, zunahmen, ging die Anzahl der österreichweiten Anmeldungen in dieser Kategorie von 27,7 (2002) auf 23,3 (2012) zurück. Hingegen fiel der Rückgang der IuK-Patentanmeldungen im Bundesschnitt mit einem jahresdurchschnittlichen Rückgang von -0,4 % deutlich geringer aus als im Bundesland Salzburg (-2,2 % p. a.). Deutlich ist zudem die unterschiedliche Entwicklung bei den Patentanmeldungen im Bereich der Biotechnologie: Während im Bundesland Salzburg hier ein Rückgang der beim EPA angemeldeten Patente je Mio. Einwohner/innen um -4,6 % p. a. zu verzeichnen war, nahmen derartige Patentanmeldungen in Österreich insgesamt um 2,5 % p. a. zu.

Etwas geringere Zahlen wiesen die Patentanmeldungen auf, die unter dem Patent Cooperation Treaty (PCT) eingereicht wurden. Die Anzahl dieser Patentanmeldungen je Mio. Einwohner/innen lag im Bundesland Salzburg im Zeitraum 2003–13 bei jährlich 110 und belief sich damit auf 72 % des entsprechenden Wertes von Österreich insgesamt (153).

Dabei nahm die Zahl der PCT-Patentanmeldungen auch im Bundesland Salzburg von rund 95 Anmeldungen je Mio. Einwohner/innen im Jahr 2003 auf rund 104 Anmeldungen je Mio. Einwohner/innen im Jahr 2013 jahresdurchschnittlich um 1,0 % zu. Deutlich höher fiel allerdings mit einem jahresdurchschnittlichen Wachstum von 4,1 % der Zuwachs dieser Anmeldungen im Bundesdurchschnitt aus. Auch zeigt sich, dass das Bundesland hinsichtlich des Niveaus der Patentanmeldungen je Mio. Einwohner/innen über den gesamten Zeitraum kontinuierlich unterhalb des österreichischen Durchschnittswertes lag. Am höchsten fiel diese Differenz dabei mit rund 68 Anmeldungen je Mio. Einwohner/innen im Jahr 2013 aus. Angesichts einer deutlich geringeren Differenz im Ausgangsjahr, hier lag das Bundesland mit rund 21 Patentanmeldungen je Mio. Einwohner/innen unter dem Bundesdurchschnitt, wird hier also ein zunehmender Rückstand der Patentaktivitäten im Bundesland Salzburg deutlich.

Während im Bundesland Salzburg zwischen 2003 und 2013 sowohl die PCT-Patentanmeldungen je Mio. Einwohner/innen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (-8,5 % p. a.) als auch jene im Bereich der Medizinaltechnik und Pharmazeutika (-7,3 % p. a.) eindeutig rückläufig waren, stiegen jene im Bereich der Biotechnologie um jahresdurchschnittlich 2,3 % deutlich an. Ein geradezu gegenläufiges Bild der Entwicklung zeigte sich im Bundesdurchschnitt: Hier nahm die Zahl der PCT-Patentanmeldungen je Mio. Einwohner/innen im IuK-Bereich um 1,9 % p. a. und jene im Bereich der Medizinaltechnik und Pharmazeutika um 2,6 % p. a. zu, während jene im Bereich der Biotechnologie einen jahresdurchschnittlichen Rückgang von -1,1 % aufwies.

Bundesland Salzburg und Österreich: Anzahl der Patentanmeldungen im Rahmen des Patent Cooperation Treaty, je Mio. Einwohner/innen, 2003–13
2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 % p. a.
Salzburg*
Gesamt 94,8 81,9 107,0 107,2 132,3 113,0 100,9 146,0 104,3 120,7 104,4 1,0
Vrd. zum Vorjahr (in %) -13,7 30,7 0,1 23,4 -14,6 -10,8 44,7 -28,6 15,7 -13,5
IuK** 22,1 6,6 18,2 19,4 19,9 12,2 9,3 14,0 11,9 16,1 9,1 -8,5
Biotechnologie 2,3 1,4 4,1 5,5 10,3 0,5 2,9 4,8 4,7 5,7 2,9 2,3
Medizinaltechnik und Pharmazeutika 12,6 8,0 11,5 10,4 7,4 8,7 11,7 13,5 19,4 11,3 5,9 -7,3
Österreich
Gesamt 116,0 132,0 142,0 158,3 159,8 142,8 153,9 168,9 172,2 166,4 172,6 4,1
Vrd. zum Vorjahr (in %) 13,8 7,6 11,4 1,0 -10,7 7,8 9,8 2,0 -3,4 3,7
IuK** 31,6 34,3 38,7 48,3 46,0 35,0 32,5 31,5 37,4 36,8 38,1 1,9
Biotechnologie 7,7 7,5 6,8 10,1 12,3 9,2 8,2 9,3 11,0 10,7 6,9 -1,1
Medizinaltechnik und Pharmazeutika 14,2 15,0 15,7 19,9 18,0 17,7 16,7 18,2 15,8 19,6 18,4 2,6

Anmerkungen:
Patentanmeldungen: Nach Sitz des Erfinders/der Erfinderin und Prioritätsjahr. Patentzählung nach „fractional counts“, d. h. jeder Region wird der jeweilige Beitrag zur Innovation zugeschrieben, sodass die Summe der Anteile aller Regionen 100 % ergibt.
PCT: Patent Cooperation Treaty.
Einwohner/innen: Wohnbevölkerung im Jahresdurchschnitt.
(*) Summe der NUTS-3-Regionen Lungau, Pinzgau-Pongau und Salzburg und Umgebung.
(**) Informations- und Kommunikationstechnologie.
Stand: 29.04.2016.

Quelle: Eigene Darstellung nach: Eurostat – Patents bei Regions; Statistik Austria – Bevölkerungsstatistik.
Ausweislich der Leistungs- und Strukturerhebung investierte Salzburg im Zeitraum 2008–14 in Konzessionen, Patente, Lizenzen, Warenzeichen und ähnliche Rechte durchschnittlich 63,8 Euro pro Kopf und damit etwa 40 % dessen, was ein „typisches“ österreichisches Unternehmen für diesen Verwendungszweck verausgabte (158 Euro pro Kopf). Dabei ist im Beobachtungszeitraum mit jahresdurchschnittlich 13,9 % allerdings ein deutlich höheres Wachstum dieser Investitionen im Bundesland Salzburg als im Bundesdurchschnitt (0,4 % p. a.) zu registrieren, so dass sich der Salzburger Rückstand im Betrachtungszeitraum etwas verringert hat. Mit Blick auf die doch erheblichen jährlichen Schwankungen der für Österreich insgesamt ausgewiesenen Werte ist allerdings nicht ganz eindeutig, wie nachhaltig diese Entwicklung ist.

Bundesland Salzburg und Österreich: Investitionen in Patente pro Kopf, 2008–14
2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 % p. a.
Salzburg (in €) 29,2 33,7 78,1 94,1 81,2 66,2 63,9 13,9
Vrd. zum Vorjahr (in %) 15,5 131,5 20,4 -13,7 -18,5 -3,5
Österreich (in €) 118,1 69,5 220,3 104,4 102,6 372,7 121,2 0,4
Vrd. zum Vorjahr (in %) -41,2 216,9 -52,6 -1,7 263,3 -67,5

Anmerkungen:
Unter Investitionen sind die steuerlich aktivierbaren Anschaffungen zum Anlagevermögen – nur Zugänge im Berichtsjahr – zu verstehen. Investitionen in Konzessionen, Patente, Lizenzen, Warenzeichen und ähnliche Rechte gelten nur dann als immaterielle Vermögenswerte, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die angefallenen Kosten des Vermögenswertes verlässlich bestimmt werden können. Dies gilt unabhängig davon, ob ein immaterieller Vermögenswert extern erworben oder selbst geschaffen wird.
Pro-Kopf-Angaben auf Basis der Wohnbevölkerung im Jahresdurchschnitt
Stand: November 2016

Quelle: Eigene Darstellung nach: Statistik Austria – Leistungs- und Strukturerhebung.