Schlüsseldimensionen zur Lebensqualität

Konzepte der Lebensqualität haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten von einem Schlagwort zu einem vieldiskutierten Forschungsbereich in Psychologie, Medizin, Soziologie, Politikwissenschaft oder Ökonomie entwickelt. Messungen der Lebensqualität haben mittlerweile eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit erreicht und können auch beachtliche politische Wirkungen erzielen.

Zu den wichtigsten Instrumenten der Lebensqualitätsforschung zählen der OECD Better Life Index und der European Quality of Life Survey. Neben diesen international angelegten Vergleichen gibt es für die nationale Ebene die Studie der Statistik Austria unter dem Titel Wie geht’s Österreich? Mit dem hier vorgestellten Projekt wird erstmals die Lebensqualität auf der regionalen Ebene des Bundeslandes Salzburg in den Fokus gerückt.

Als Schlüsseldimensionen regionaler Lebensqualität werden in Anlehnung an international etablierte Instrumente die Bereiche Gesundheit, Arbeit/Beruf, Demokratiequalität, Soziale Teilhabe und Umwelt/Nachhaltigkeit sowie ökonomisches Well-Being untersucht. Darüber hinaus wird der für Salzburg besonders relevante Wirtschaftsfaktor Tourismus in Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte analysiert, die für die Lebensqualität der Tourismusregion Salzburg von hoher Bedeutung sind.

Eine hohe Lebensqualität setzt günstige politische und ökonomische Rahmenbedingungen voraus. Es wird daher davon ausgegangen, dass neben einem hohen Maß an politischer Stabilität und sozialem Zusammenhalt auch eine prospierende Wirtschaft wesentlichen Einfluss auf das Wohlbefinden der Menschen in Salzburg hat, dass erst die zunehmende Produktivität der Arbeit höhere Einkommen ermöglicht und damit wesentlich zur Lebensqualität beiträgt. Zudem generieren Produktivitätszuwächse jene Ressourcen, die für die Durchsetzung gesellschaftspolitischer, auf die Verbesserung der Lebensqualität zielender Ambitionen erforderlich sind. Vor diesem Hintergrund werden im Forschungsprojekt auch wirtschaftliche Indikatoren erhoben, die in Anlehnung an den aktuellen Diskussionsstand der ökonomischen Lebensqualitäts-Forschung auch nicht-monetäre, aber für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und das subjektive Wohlbefinden der Bevölkerung gleichwohl relevante Dimensionen abbilden sollen.